Hennemann träumt von freigelegter Kilianskirche

Jürgen Hennemann stellte am Montag seine Idee vor und verteilte hierzu eine Ansicht der ehemaligen Kilianskirche.

WERDOHL ▪ Mit einer außergewöhnlichen Idee überraschte Jürgen Hennemann am Montagabend die Mitglieder des Werdohler Bürgerstammtisches, die sich am Friedrich-Keßler-Platz innerhalb der Mauern der ehemaligen Kilianskirche eingefunden hatten. Und mit der Kilianskirche hatte auch Hennemanns Idee von einer weiteren Aufwertung der Werdohler Innenstadt zu tun.

Kürzlich hatte der historisch bewanderte Hennemann das baden-württembergische Städtchen Creglingen im Taubertal besucht und war dort auf eine besondere Attraktion aufmerksam geworden. Die Creglinger hatten einen alten Gebäudeteil, der sich wie der Mauerreste der Werdohler Kilianskirche unterhalb der Grasnarbe befand, freigelegt und dann die Ausgrabungsstätte mittels einer Glasplatte abgedeckt. Dadurch wurde die Geschichte nicht nur sichtbar sondern auch begehbar gemacht, was den Standort deutlich aufwertete. Das könne er sich auch in Werdohl vorstellen, meinte Hennemann, während er interessierte Blicke der vielen Gäste erntete.

Ausgesucht hatte sich Hennemann den geschwungenen Chorteil der Kilianskirche. Bei den Ausgrabungsarbeiten vor etlicher Zeit hatte sich Jürgen Hennemann einen persönlichen Eindruck der Überreste des Gotteshauses verschafft. „Lohnenswert“, meinte er mit Bezug zu seiner Idee. Um das Projekt noch stärker in den Fokus zu rücken, könne er sich eine zusätzliche Beleuchtung der Stelle gut vorstellen. Über Sponsoren müsse die Finanzierung gestämmt werden, meinte Hennemann, sieht aber gute Chancen, Geldgeber für das prestigeträchtige Vorhaben begeistern zu können. „Ein Stück Mittelalter im Zentrum unserem Stadt“, schwärmte er.

Hennemann hatte sich für seine kurze Ansprache noch weitere Gedankensplitter notiert. Unter anderem lobte er den Bürgerstammtisch, dessen Engagement und seine positive Entwicklung im Laufe der Jahre, und sprach nochmals die Lichtpunkte an.

Im Anschluss genossen die Gäste des glänzend besuchten Stammtisches das idyllische Ambiente im Herzen der Stadt, ließen sich gastronomisch verwöhnen und verbrachten ein paar schöne Stunden an geschichtsträchtiger Stätte.

Von Markus Jentzsch

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