Heimatverein: „Wir sind alles andere als verstaubt“

Heiner Burkhardt, Vorsitzender des Werdohler Heimatvereins (rechts), präsentiert den Mitgliedern den neuen Facebook-Auftritt. Dr. Oliver Schulz referierte im Anschluss an die Sitzung. - Foto: Wieschmann

Werdohl - Dass die Mitglieder des Heimatvereins Werdohl keinesfalls den Anschluss an den Zeitgeist verpasst haben, bewies der 1. Vorsitzende Heiner Burkhardt am Dienstagabend während der Mitgliederversammlung im kleinen Kulturforum an der Goethestraße. Kurzerhand holte der Architekt seinen Tablet-PC hervor und präsentierte den Teilnehmern den neuen Auftritt des Heimatvereins im sozialen Netzwerk Facebook. „Wir sind alles andere als verstaubt“, erklärte Heiner Burkhardt im Rahmen der Sitzung.

Es sei richtig, auch die jüngere Generation mit diesem Angebot einzubinden. Bislang hätten bereits 86 Nutzer den „Gefällt mir Button“ gedrückt. Auch mit einer weiteren Aktion wollen die Mitglieder neue Wege gehen und den Nachwuchs für das Thema „Heimat“ begeistern. „Mit dem Umzug in das Bahnhofsgebäude schreiben wir die Geschichte des Vereins fort. Das Konzept steht; und dies wird lebendiger aussehen, als es in der Vergangenheit war“, so der Vorsitzende. Für frischen Wind sollen Video- und Audiostationen sorgen. Auch wird es unter dem Motto „Zuwanderung & Religion“ einen neuen thematischen Bereich in Sachen Stadtgeschichte geben.

Das zweite große Projekt, neben dem Umzug in das Bahnhofsgebäude, wird die Vossloh-Ausstellung sein. Mit Dr. Oliver Schulz saß einer der Organisatoren mit am Tisch der Mitgliederversammlung. Allerdings in seiner Funktion als Gastredner mit einem Vortrag zum Thema „Theodor von Neuhoff – ein europäischer Abenteurer mit Wurzeln im südlichen Westfalen“. Die Vossloh-Ausstellung wird mit dem Titel „Von Werdohl aus in die Welt“ am Sonntag, 23. Juni, um 11.30 Uhr die Pforten für ihre Besucher öffnen. Dann werden auch erstmals die neuen Räumlichkeiten des Bahnhofs für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Neben den zahlreichen Aktivitäten verwies Heiner Burkhardt auch auf die positive Entwicklung der Mitgliederzahlen. Noch während der Versammlung unterzeichneten zwei Teilnehmer den Aufnahmeantrag. Damit stieg die Zahl um elf Mitglieder auf nun 79 Personen. „Das ist eine Steigerung um mehr als zehn Prozent in einem Jahr. Wenn wir so weitermachen, knacken wir bald die 100“, so der 1. Vorsitzende.

Die „Neuankömmlinge“ genossen auch gleich das Privileg, bei der Wahl eines neuen Schriftführers und eines Kassenprüfers mitbestimmen zu dürfen. Dr. Arnim Baitz wurde im Amt des Schriftführers bestätigt. In den Kreis der Kassenprüfer wählte die Versammlung Friedrich-Wilhelm Mentzel. Weiterhin mit dabei ist Dietrich Pohlmann. Der Mitgliederzuwachs ist auch darauf zurückzuführen, dass sich der „Eisenbahnerstammtisch“ im vergangenen Jahr dem Heimatverein Werdohl angeschlossen hat.

Unter ihrer Führung findet am Samstag, 3. August, eine Fahrt mit dem historischen Schienenbus von Menden nach Bruchhausen-Vilsen statt. Darüber hinaus ist noch eine Fahrt ins Bergische Land geplant. Im Anschluss an die Mitgliederversammlung referierte Dr. Oliver Schulz über Theodor von Neuhoff, der sich vor 277 Jahren als Theodor I. von Korsika als glückloser Regent in die Geschichtsbücher einschrieb.

Von Jari Wieschmann

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