Heimatgeschichte aufpeppen

Unterstützt das Team des Heimatvereins um Rüdiger Schmale (links) und Heiner Burkhardt mit ihren Ideen für den geplanten Umzug des Stadtmuseums: Annika Hüning.

WERDOHL ▪ Für den Umzug des Stadtmuseums in das renovierte Bahnhofsgebäude haben die Mitglieder des Werdohler Heimatvereins schon mal professionelle Hilfe organisiert. Die 27-jährige Annika Hüning soll das Team um den Vorsitzenden Heiner Burkhardt bei der Neukonzeption der Dauerausstellung unterstützen. Die studierte Kulturanthropologin soll dafür sorgen, dass die Heimatgeschichte zukünftig lebendiger wird. Von Ute Heinze

„Im Bahnhof haben wir ganz andere Räumlichkeiten. Dort soll die Geschichte der Stadt noch interessanter und interaktiver gestaltet werden“, sagte Heiner Burkhardt gestern im Rahmen eines Pressegespräches. Denn lange Erklärtexte – da sind sich der Vorsitzende und Rüdiger Schmale, Leiter des Arbeitskreises Stadtmuseum im Heimatverein einig – locken niemanden ins Museum. Vor allem Jugendliche und Kinder wollen die Mitglieder des Heimatvereins ab 2013 in ihr neues Domizil locken.

Hüning, sie studierte in Münster, soll den Umzug wissenschaftlich betreuen. „Zunächst werde ich eine Bestandsaufnahme machen und dann gemeinsam mit dem Heimatverein Ideen entwickeln, wie die Dauerausstellung unter dem Einsatz neuer Medien interaktiver gestaltet werden kann“, so Hüning. Die Möglichkeiten seien vielfältig, weiß die Expertin.

Helfen wird ihr dabei die Werdohlerin Olga Falz. Sie komme ursprünglich aus Russland und habe dort im Bereich Kinder- und Jugendmuseum gearbeitet, erklärte Burkhardt.

Schon im Mai soll Hüning ihr Konzept vorlegen. Dann wollen Burkhardt und seine Mitstreiter mit den Plänen der Expertin die Werbetrommel für das Stadtmuseum rühren. Schließlich müssten sowohl die Kosten für den Umzug – hier wird der Baubetriebshof helfen – als auch die Kosten für die Neukonzeptionierung gedeckt werden. Die Mitglieder des Heimatvereins gehen von einem fünfstelligen Betrag aus, der 2013 fällig wird. Die konzeptionelle Neuplanung durch die Wissenschaftlerin sei finanziert. Auch wenn nicht alle ihrer Ideen auf einmal realisiert werden könnten, so Burkhardt, sei es von Vorteil auch gleich Impulse für die Zukunft zu haben

Den Kontakt zu Hüning – sie hat für das Projekt einen Werkvertrag mit dem Heimatverein geschlossen– stellte das Museumsamt in Münster her. Nachdem sie sich beim Vorstand vorgestellt hatte, war die Zusammenarbeit besiegelt. „Wir sind vielleicht in manchen Bereichen schon ein bisschen betriebsblind“, meint Burkhard. Dass nun eine Außenstehende einen Blick auf die Dauerausstellung werfe sei ein großer Vorteil, ist er sich sicher.

Mit allen Sinnen solle die Geschichte der Stadt in dem neuen Sitz am Bahnhof erlebt werden können.

Doch bevor es soweit ist wartet noch viel Arbeit auf alle Beteiligten.

Wer den Umzug des Museum finanziell unterstützen möchte, wendet sich an Heiner Burkhardt, Tel. 01714107417.

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