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Viele Leserhinweise auf Taschenuhr

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Von: Volker Griese

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Eine Taschenuhr und einen Zylinder hat der HGV aus dem Nachlass von Rudolf Hurst erhalten.
Eine Taschenuhr und einen Zylinder hat der HGV aus dem Nachlass von Rudolf Hurst erhalten. © Volker Griese

Die Taschenuhr, die der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) von Björn Hurst bekommen hat, ist wahrscheinlich noch älter als bisher gedacht. Und sie gehörte ursprünglich auch einer anderen Person als angenommen.

Werdohl – Das haben Rückmeldungen ergeben, die der HGV aus der Leserschaft dieser Zeitung erhalten hat. Mit der Veröffentlichung der Schenkung in der Zeitung hatte der HGV auf das Schwarmwissen der Werdohler gesetzt: Weil die Heimatforscher des Vereins selbst einige Rätsel nicht hatten lösen können, hofften sie darauf, dass sich vielleicht andere, ältere Werdohler melden und mit ihren Informationen weiterhelfen würden. Und diese Hoffnung wurde nicht enttäuscht. „Wir haben Dutzende Hinweise erhalten“, berichtete der HGV-Vorsitzende Heiner Burkhardt.

Offene Fragen beantwortet

So konnten einige der offenen Fragen beantwortet werden. Beispielsweise die Frage nach dem Hutgeschäft Albert Lüling, aus dem der mit der Taschenuhr zusammen übergebene Zylinder stammte und von dem der HGV-Vorstand bis jetzt nicht wusste, wo es sich befunden haben könnte. „Das Geschäft kannten etliche Anrufer noch unter dem Namen Kappen Lüling“, berichtete Burkhardt. Es habe sich an der Bahnhofstraße neben der Apotheke befunden.

Geklärt werden konnte nach Worten des HGV-Vorsitzenden auch, wo sich das Modegeschäft Rentrop befunden hat. „In dem Haus befindet sich heute eine Änderungsschneiderei“, weiß Burkhardt jetzt mehr über das Gebäude an der Sandstraße.

Uhr ist wesentlich älter, als ursprünglich geschätzt

Und dann war da natürlich noch die silberne Taschenuhr, von der Björn Hurst glaubte, dass sie sein Großvater Rudolf Hurst einst gekauft hat. Das Alter war 80 bis 100 Jahre geschätzt worden, aber mit großer Wahrscheinlichkeit ist sie wesentlich älter. „Ein Anrufer war fest überzeugt, dass die Uhr schon dem Urgroßvater von Björn Hurst gehört hat, der auch mit Vornamen Rudolf geheißen hat“, teilte Heiner Burkhardt nun mit. Der Urgroßvater Hurst sei 1869 geboren, sein Sohn (der Großvater von Björn Hurst) 1898, also fast 30 Jahre später.

Auch der Werdohler Uhrmacher Dirk Holtschmidt sei der Auffassung, dass sie Taschenuhr aus der Zeit deutlich vor dem Ersten Weltkrieg stammen müsse, erzählte Burkhardt. Holtschmidt besitze selbst eine identische Uhr und habe den Zeitpunkt der Herstellung wegen des besondern Aufzugsmechanismus deutlich früher datiert.

Offen blieb nach wie vor die Frage, wo sich denn der Uhrmacher A. Schäfer befunden hat, dessen Name auf dem Zifferblatt zu finden ist. An den Uhrmacher selbst habe sich die 99-jährige Margarete Wollenweber noch erinnern können, nicht aber daran, wo er sein Geschäft hatte, sagt Burkhardt, der den Werdohlern für die vielen Hinweise seinen Dank ausspricht.

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