„Heimat shoppen“ mit Akrobatik und Rabattaktionen

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Neben Schuh Brockhaus haben sich auch noch viele weitere Einzelhändler an der Aktion „Heimat shoppen“ beteiligt. Die Zirkus-Kids waren in jedem Fall immer dabei.

Werdohl - Über eines waren sich die Werdohler Einzelhändler an diesem Tag einig: „Wenn alle nur noch im Internet kaufen, wird die Lebensqualität in der City zwangsläufig abnehmen, und wir wollen nicht, dass die Innenstädte veröden“, so WK-Geschäftsführer Peter Ebener.

„Wer ein lebendiges Zentrum haben will, muss bei uns kaufen“, fügte Kerstin Bathe vom gleichnamigen Sportgeschäft noch an. Um der scheinbar übermächtigen Konkurrenz des Online-Handels etwas entgegenzusetzen, ist aus genau diesem Grund und in Zusammenarbeit mit der Südwestfälischen IHK zu Hagen, dem Handelsverband Nordrhein-Westfalen und der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis das „Heimat shoppen“ entstanden: ein Konzept, das sich bundesweit in mehr als 200 Städten oder 14 IHK-Kammerbezirken etabliert hat.

„Insgesamt 1000 Einzelhändler in ganz Deutschland machen mit“, so Projektkoordinatorin Stephanie Erben von der Industrie- und Handelskammer zu Hagen. Um die Kunden in die Geschäfte zu locken, hatten sich die teilnehmenden Händler gemeinsam mit der Werdohl Marketing GmbH nicht nur dazu entschieden, Rabattaktionen und Gewinnspiele anzubieten: auch die Zirkus-Kids aus Lüdenscheid hatten am Samstag ihren ersten großen Auftritt und verteilten kleine Geschenke wie Koch- oder Schuhlöffel an die Passanten. Das Ziel: mehr Kunden in die Geschäfte locken und für den lokalen Einzelhandel zu begeistern. Bunt kostümiert und auf Stelzen unterwegs, boten sie einen willkommenen Blickfang für all jene, die in der Fußgängerzone zwischen Brüninghaus- und Alfred-Colsman-Platz in den Geschäften unterwegs waren. Auch die Riesen-Seifenblasen, übrigens eine Spezialmischung aus Puderzucker, Glyzerin und anderen Zutaten, sorgten für Aufmerksamkeit.

Um die Mädchen und genau einen Jungen zwischen acht und zwölf Jahren auf die Darbietungen vorzubereiten, haben Jasmin Schmitz und Frank Kaiser im Mai den Kinderzirkus Clowns and Company in Lüdenscheid gegründet. In einer renovierten Industriehalle lernen die Nachwuchsartisten auf einer Fläche von 220 Quadratmetern das Einmaleins der Zirkus-Kunst kennen: also zaubern, jonglieren und die Luftakrobatik. Wer noch mitmachen will: die Zirkus-Kids treffen sich immer Mittwochs zwischen 17 und 18 Uhr in der Königsstraße in Lüdenscheid.

Mit ihren langen Stelzen haben die kleinen Bewegungskünstler auch im Schuhgeschäft von Andrea Brockhaus-Passenheim vorbeigeschaut. Auch sie ist von dem Konzept überzeugt, mehr Beachtung für die Innenstadt zu schaffen: „Den Menschen muss bewusst werden, dass die Geschäfte ansonsten nicht mehr lange da sein werden“. Am Ende nutzen die schönsten Plätze nichts, wenn das Angebot fehle, betonte Peter Ebener. Auch wenn zwischendurch mal ein kräftiger Regenschauer einsetze: mit dem Verlauf des Tages konnten alle Beteiligten zufrieden sein. „Es war eine kleine Aktion, aber dafür war sie gut“, bilanzierte Andreas Haubrichs vom Werdohl Marketing. Die Stärke des Einzelhandels vor Ort sei, dass dem Kunden neben einer fundierten Beratung auch ein persönlicher Service geboten werde.

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