Neuheit im Stadtmuseum

Viaduktmodell im Museum Werdohl jetzt illuminiert

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Reiner Müller (links) und Heiner Burkhardt freuen sich über die neue Attraktion im Stadtmuseum.

Werdohl - Angestrahlt wird das Ütterlingser Viadukt nicht nur in der Realität, jetzt steht auch das Modell im Stadtmuseum im Scheinwerferlicht. Reiner Müller hat Miniatur-Strahler in die bei Museumsbesuchern sehr beliebte Modelleisenbahn-Landschaft eingebaut.

„Gut drei Stunden habe ich für die Illumination gebraucht“, verrät Müller. Heiner Burkhardt, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins (HGV), freut sich: „Es gibt immer wieder etwas Neues im Museum und keinen Stillstand.“ Er bezeichnet Müller deshalb auch als „Modellbau-Beauftragten des Heimat- und Geschichtsvereins“.

Der derart Angesprochene lächelt und wiegelt ab: „Na, ich bin von Haus aus ja eigentlich kein Modelleisenbahn-Bauer.“ Er überlegt und fährt dann fort: „Als das Modell hier in Werdohl ankam, war es ja stark lädiert.“ Er erläutert: „Deshalb habe ich seither etliche Zeit da reingesteckt.“

Müller berichtet weiter: „Das Modell war mit Nadelbäumen versehen. Aber in der Wirklichkeit stehen dort ja Laubbäume.“ Satte 150 Miniatur-Bäume habe er also von Hand ausgetauscht – in mühevoller Kleinarbeit. Auch ein Hintergrundbild, das tatsächlich die Ütterlingser Landschaft zeige, habe er erstellt.

Die nächste Veranstaltung, die der Heimat- und Geschichtsverein plant, ist die zweite Museumsnacht, welche am Freitag, 20. Oktober, stattfinden soll. Dann werde es wieder einen Auftritt eines Künstlers geben, verrät Vorsitzender Burkhardt. Zudem würden die Werdohler Geschichtsbummler Udo Böhme und Andreas Späinghaus Anekdoten aus der Stadt erzählen. Auch Führungen durch das Museum soll es an dem Abend geben.

Schließlich bereite der Verein eine Sonderausstellung vor, die im Frühjahr – wahrscheinlich im März – eröffnet werden soll. Diese Schau soll die Geschichte der Werdohler Industrie im 19. und 20. Jahrhundert Revue passieren lassen.

Müller indes plant weitere Ergänzungen für das Viadukt-Modell. An der Tunneleinfahrt soll wie im Original ein Schild mit der Aufschrift „Ütterlingser 222 m“ angebracht werden. Auf der Lenne soll ein Boot fahren, Schwäne sollen dort schwimmen. Außerdem sollen noch mehr Büsche gepflanzt werden.

Den Wildwuchs auf der Eisenbahnbrücke, den es in der Realität momentan leider gibt, hat der Modellbau-Beauftragte bereits eingebaut. Wann dieser in der Wirklichkeit bekämpft wird, steht nach wie vor in den Sternen. Reinhild Wüllner-Leisen von der Stadtverwaltung und dort unter anderem zuständig für Kultur sagte gestern: „Die Deutsche Bahn hat angekündigt, 2021 tätig zu werden. Die Stadt ist weiterhin mit der Bahn im Gespräch.“ Konkrete Neuigkeiten gebe es bei diesem Thema jedoch nicht.

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