Heftiger Ansturm auf Kuba

Die Druckvorlage wird mit Farbe präpariert. - Foto: Koll

WERDOHL - Skeptisch schaut der Junge drein. Ein Mädchen weint sogar. Eines eint die beiden: Der Gedanke, dass sie in der Kunstwerkstatt am Bahnhof (Kuba) bleiben sollen, bis die Mama die Samstagseinkäufe erledigt hat, behagt ihnen nicht.

Behutsam, geduldig und liebevoll zeigt Künstlerin Annette Kögel ihnen die Räume und die Möglichkeiten, die sich dort bieten. Als die zwei Mütter schließlich gehen, sind die zwei so in ihre Arbeit vertieft, dass sie das gar nicht mehr bemerken.

„Es läuft super“, verrät Kögel. Beim ersten Schnuppertag wird ihr die Bude eingerannt. „Auch die Ferienworkshops sind fast schon voll. Selbst die Kurse nach den Ferien sind bald ausgebucht“, sagt sie. „Und“, betont sie, „es sind neue Teilnehmer dabei – nicht nur die, die vorher schon in meinem Atelier waren.“

Von den Schnuppertagen bleibt sicher auch noch das eine Mädchen oder der andere Junge hängen. Nur die wenigsten müssen angesichts der ungewohnten Umgebung von der Werdohler Künstlerin beruhigt werden – ganz im Gegenteil. Die ersten standen schon zehn Minuten vor Beginn vor der Tür, berichtet die Malerin.

Und schon stürzten sie sich auf die Materialien, bastelten aus Dämmmaterial Wandreliefs, die sie mit Acrylfarbe bemalten, modellierten aus einer Art lufttrocknender Keramik oder mit Modellier-Beton dreidimensionale Kunstwerke, zeichneten und druckten mit Vorlagen, die sie selbst erstellt hatten.

Ein zweiter Schnuppertag lädt am kommenden Samstag zum Mitmachen ein. Dann steht Kögel die Glaskünstlerin Brigitta Weidlinger-Kaiser zur Seite.

Von Michael Koll

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