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Hautarzt endgültig im Ruhestand - Stadtklinik hat noch keinen Nachfolger

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Von: Volker Heyn

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Der Dermatologe Friedemann Enders und seine Arzthelferin Susanne Späinghaus boten bis Ende Juni die Dienste einer Hautarztpraxis in provisorischen Räumen in der Werdohler Stadtklinik an. Wann und mit wem es dort weitergeht, können die Märkischen Kliniken noch nicht mitteilen.
Der Dermatologe Friedemann Enders und seine Arzthelferin Susanne Späinghaus boten bis Ende Juni die Dienste einer Hautarztpraxis in provisorischen Räumen in der Werdohler Stadtklinik an. Wann und mit wem es dort weitergeht, können die Märkischen Kliniken noch nicht mitteilen. © Heyn, Volker

Hautarzt Dr. Friedemann Enders ist endgültig in seinen ärztlichen Ruhestand eingetreten. Aus Loyalität zur Stadt Werdohl und in Fürsorge für seine Patientinnen und Patienten hatte er durch seinen persönlichen Einsatz den kassenärztlichen Sitz einer Hautarztpraxis für Werdohl gerettet – jetzt liegt der Ball bei den Märkischen Kliniken, die aber immer noch nichts Konkretes zu einer Nachfolgeregelung mitteilen.

Werdohl - Am 24. Juni hatte Dr. Enders seinen letzten Arbeits- und Praxisöffnungstag in der Stadtklinik. Seitdem ist in Werdohl kein Hautarzttermin mehr zu bekommen. Enders hatte einen Vertrag mit der Stadtklinik, der vereinbarungsgemäß zum 30. Juni endete. Bis dahin hatte er zusammen mit der Arzthelferin Susanne Späinghaus an einigen Vormittagen im Privatbehandlungszimmer des Chefarztes Dr. Pittlik Sprechstunden angeboten und behandelt.

Das war von Anfang an als Übergangslösung gedacht, Pittlik hatte diesen Raum kollegial an Enders abgetreten, an den Nachmittagen benötigte der Klinikdirektor und Chirurg Dr. Norbert Pittlik diesen Raum selbst. Damit der kassenärztliche Sitz eines Dermatologen für Werdohl nicht verfällt, hatte Dr. Enders nach Schließung seiner eigenen Praxis aus Altersgründen noch einige Zeit im Krankenhaus praktiziert. Damit ist seit Ende Juni endgültig Schluss.

Die Märkischen Kliniken hatten gemeinsam mit der Dr. Enders und der kassenärztlichen Vereinigung eine Übereinkunft getroffen, nach dem Ausscheiden des Werdohler Arztes eine Hautklinik als Teil des bereits medizinischen Versorgungszentrums der Märkischen Kliniken an der Schulstraße einzurichten.

Kliniken-Sprecher Dr. Norbert Jacobs hatte Ende Juni auf Nachfrage erklärt. dass man an einer „finalen Lösung“ arbeite. Die Pläne seien sehr weit fortgeschritten. Den Umbau für die Herrichtung von Praxisräumen in der Stadtklinik wolle man bald „zu einem erfolgreichen Abschluss bringen“, so Jacobs. Wie lange die baulichen Maßnahmen dauern, könne die Klinikleitung „im Moment nicht realistisch einschätzen“. Grund seien Lieferengpässe bei der Materialbeschaffung. Darüber hinaus seien wegen der „hochinfektiösen Omikron-Variante“ immer wieder Handwerker ausgefallen.

Ein Blick auf den Fortschritt der Arbeiten an den Praxisräumen in der obersten Etage der Stadtklinik ist nicht möglich. Abschließend teilt Pressesprecher Jacobs mit: „Weitere Details erfahren Sie umgehend, wenn wir die Nachfolge-Position für Dr. Enders entschieden haben und die Bauarbeiten für die Hautarztpraxis abgeschlossen sind.“

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