Haushalt soll 2018 ausgeglichen sein

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Bürgermeister Griebsch und Kämmerer Schlüter konnten trotz der ernsten Haushaltslage auch mal lächeln: Schließlich soll 2018 der Haushalt seit Jahrzehnten wieder ausgeglichen sein. ▪

WERDOHL ▪ Mit der Einbringung des Haushaltes 2013 im Rat sollte Werdohl bald die Vergeblichkeitsfalle verlassen haben. In dieser Art äußerte sich am Montag Bürgermeister Griebsch – mit dem Haushaltskonsolidierungskonzept und den Hilfen aus dem Stärkungspakt soll 2018 erstmals wieder ein ausgeglichener Haushalt zustande kommen.

Aus eigener Sparkraft hätte es niemals gelingen können, so Griebsch. Er bedankte sich zunächst ausdrücklich bei den Mitarbeitern im Rathaus. Bei der Aufgabenkritik habe die Rathaus-Mannschaft ganze Arbeit geleistet. Griebsch äußerte Respekt vor den Mitarbeitern, die schließlich über Einsparmöglichkeiten und Strukturveränderungen in ihren eigenen Arbeitsbereichen nachdenken mussten. Der Prozess habe gleichzeitig gezeigt, dass es in der bisherigen Art der Haushaltsführung nicht mehr weitergehen konnte. Auch für die Kommunalpolitik sei das Jahr sehr anstrengend gewesen, innerhalb von acht Monaten sei das gesamte Sparpaket aus dem Stärkungspakt erarbeitet und umgesetzt worden. Für den Haushalt 2012 werde jetzt noch auf die endgültige Genehmigung gewartet, das könne aber nicht mehr lange dauern.

Für das kommende Jahr weist der Haushaltsentwurf noch ein Defizit von 10,4 Millionen Euro aus. Ab 2014 aber gibt es schon ein deutlich unter zweistelliges Ergebnis: 3,6 Millionen Euro sollen dann noch als Minus ausgewiesen werden. Der Plan sieht vor, mit Mitteln aus dem Stärkungspakt 2018 erstmals den Haushalt auszugleichen. 2021 soll dann schon ein Überschuss von 1,9 Millionen Euro erwirtschaftet werden, wenn die Unterstützungsmittel nicht mehr gezahlt werden.

Ob das alles wirklich so kommt, wird sogar von Kämmerer Schlüter bezweifelt. Schließlich seien gleich mehrere Faktoren nach wie vor unberechenbar. Zum einen sind das die – aktuell sehr günstigen – Zinsen auf dem Kapitalmarkt, zum anderen sind das die Schlüsselzuweisungen. Eigentlich hätte das Haushaltsloch 2013 nur 6,4 Millionen Euro tief sein sollen, doch durch „erhebliche Einschläge“ bei den Zuweisungen des Landes ließ sich diese Summe doch nicht realisieren.

Die Einkommensseite soll durch die immer noch maßvolle Anhebung der Gewerbesteuer und der Grundsteuer verbessert werden.

Im kommenden Jahr müssen noch die Investitionen in den Brüninghaus-Platz (800 000 Euro), die Kita Gernegroß (500 000 Euro) und den Westpark (300 000 Euro) finanziert werden. In den Folgejahren werden durch die Einsparungen nach und nach Schulden abgebaut.

Von Volker Heyn

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