Haushalt für Musikschule Lennetal verabschiedet

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Dietmar Rottmann, Vorsitzender des Musikschul-Vorstands (links), und Musikschulleiter Martin Theile stellten den Haushaltsplan für das kommende Jahr vor.

Werdohl - Einstimmig beschloss die Mitgliederversammlung der Musikschule Lennetal am Donnerstagabend den Haushalt für das Jahr 2015. Diskussionsbedarf bestand nur hinsichtlich des Werdohler Zuschusses.

Die Stadt Altena muss im kommenden Jahr einen Zuschuss in Höhe von gut 80.900 Euro zahlen. Auf Neuenrade entfällt ein Zuschuss in Höhe von gut 77.900 Euro, Plettenberg zahlt gut 115.500 Euro. Werdohl muss für das Jahr 2015 insgesamt gut 103.000 Euro beisteuern. Nur 98.000 Euro sind jedoch in den städtischen Haushalt für das kommende Jahr eingestellt. Die Differenz von gut 5000 Euro soll aus einer Erbschaft auf das Konto der Musikschule fließen.

Eine Werdohlerin habe der Musikschule – nicht der Stadt Werdohl – 20 000 Euro vererbt, erläuterte Regina Wildenburg von der Werdohler Stadtverwaltung. Das Geld solle laut Vermächtnis nur für Werdohler Zwecke verwendet werden. Jetzt müsse die Mitgliederversammlung entscheiden, ob damit der Zuschuss querfinanziert werden solle. „Es ist grundsätzlich nicht richtig, dass ein privates Vermächtnis genutzt wird, um ein Haushaltsloch zu schließen“, fand die Werdohlerin Anne Hermes, die dem Musikschul-Vorstand angehört. „Aber ich würde es jetzt befürworten, damit wir weiterkommen.“

Allerdings solle die Mehrheitsfraktion im Werdohler Rat die Sparziele überdenken, diese seien unrealistisch, wandte sich Hermes (FDP) an den Werdohler Vertreter Manfred Buchta (CDU). Alle Fraktionen hätten die Sparziele gemeinsam beschlossen, konterte Buchta.

Ob denn die Querfinanzierung nach oben offen sei, wollte der Altenaer Kämmerer Stefan Kemper wissen. „Wenn der Zuschuss aus irgendwelchen Gründen 10.000 Euro höher ausfällt, werden die auch entnommen?“ Ja, bestätigte Regina Wildenburg, aber wenn er die 98.000 Euro aus dem Haushalt nicht übersteige, dann werde der Erbschaft auch nichts entnommen. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder für dieses Vorgehen aus, betonten jedoch, es solle nur einmalig so verfahren werden. - Von Constanze Raidt

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