Stadtverwaltung bemüht sich um Werdohler Ärzte

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Symbolfoto

Werdohl - „Wir haben ein großes Fachärzte-Potenzial in Werdohl. Das sollten wir wertschätzen,“ erklärte Silvia Voßloh am Dienstag. Während der Sitzung des Sozialausschusses im Rathaus präsentierte die Bürgermeisterin Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe bezüglich der ärztlichen Versorgungsquote.

„Bis auf einen Nervenarzt sind in Werdohl alle Fachärzte ansässig,“ erklärte Voßloh. Sie stellte fest: „Das stellt sich in vielen anderen Kommunen nicht so positiv dar.“ Was die Hausärzte angeht, so liege die Versorgungsquote in Werdohl und Neuenrade – die Städte fasst die Kassenärztlichen Vereinigung zu einem Bereich zusammen – bei 75 bis 90 Prozent.

„Die Zahl der Ärzte steigt zwar langsam, aber sie arbeiten oft nur noch in Teilzeit“, erläuterte Silvia Voßloh, dass viele Mediziner im Bereich Westfalen-Lippe ihr Arbeitsleben inzwischen anders gestalten würden, als es in den vergangenen Jahrzehnten der Fall gewesen sei.

Versorgungsquote bei 82 Prozent

Derzeit seien in den beiden Kommunen 15 Allgemeinmediziner tätig, das entspreche einer aktuellen Quote von 82 Prozent.

Laut Kassenärztlicher Vereinigung sieht es nur in Altena und Meinerzhagen/Kierspe (jeweils 77 Prozent) schlechter aus. In der Nachbarstadt Plettenberg liegt die Versorgungsquote sogar bei 115 Prozent.

Im Rahmen einer Umfrage im vergangenen Jahr hätten nur 4,5 Prozent aller Assistenzärzte angegeben, dass sie sich ihre berufliche Zukunft als niedergelassener Arzt in einer Einzelpraxis vorstellen könnten. 29,2 Prozent der jungen Mediziner streben demnach die Tätigkeit in einer Gemeinschaftspraxis an.

Regelmäßige Gespräche im Rathaus

„Wir haben bereits vor zwei Jahren damit begonnen, hier im Haus regelmäßig Ärztegespräche zu führen. So erfahren wir, wo wir eventuell tätig werden können,“ erklärte Voßloh, dass sich die Stadt um die Mediziner bemühe.

Zudem habe kürzlich im Rathaus ein Gespräch zwischen niedergelassenen Ärzten und Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung stattgefunden. Die Gesprächsangebote würden gut angenommen: „Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg – und haben eine gute Basis gefunden, um zu helfen, wenn der Schuh irgendwo drückt.“

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