Haus Versetal baut um

Im Jahr 2003 wurde der Anbau (rechts) des Seniorenzentrums Haus Versetal fertig. Seitdem hat die Einrichtung die Einzelzimmerquote fast erreicht.

Werdohl -  80 Prozent der Zimmer in nordrhein-westfälischen Seniorenheimen müssen bis zum Jahr 2018 Einzelzimmer sein. Für die verbleibenden Doppelzimmer wird eine Mindestgröße von 24 Quadratmetern vorgeschrieben. Die Werdohler Seniorenzentren haben sich darauf schon eingestellt.

Von Constanze Raidt

Umbauen muss bis 2018 nur das Seniorenzentrum Haus Versetal. Die Einrichtung wird fünf Doppelzimmer verändern, die nach den neuen Regeln zu klein sind. „Zum Teil fehlt nur ein halber Quadratmeter“, sagte Geschäftsführer Franz-Josef Schmidt. Dort reiche es, die Wand zu Bad oder Flur ein wenig zu versetzen. „Einige unserer Doppelzimmer sind mit 28 oder 29 Quadratmetern aber auch jetzt schon größer als verlangt“, ergänzt Schmidt.

Nur einer der fünf Räume kann auch durch einen Umbau nicht auf 24 Quadratmeter erweitert werden. „Daraus machen wir ein Einzelzimmer“, sagte Franz-Josef Schmidt. So erfüllt das Haus Versetal gleichzeitig die geforderte Einzelzimmerquote von 80 Prozent: Aus derzeit zehn Doppel- und 39 Einzelzimmern werden ab 2018 neun Doppel- und 40 Einzelzimmer.

Den größten Schritt hin zu dieser Quote machte die Einrichtung am Pungelscheider Weg schon im Jahr 2003, wie Pflegedienstleiterin Susanne Thöne erklärt: „Bevor der Anbau fertig war, hatten wir nur 30 Prozent Einzel- und 70 Prozent Doppelzimmer.“ Mit dem neuen Gebäude sei dieses Verhältnis jetzt genau umgekehrt.

Finanzieren wird das Haus Versetal die nötigen Umbaumaßnahmen Franz-Josef Schmidt zufolge aus Rücklagen. „Wir gehen davon aus, dass der Staat dafür keine Zuschüsse zahlen wird“, sagte der Geschäftsführer. Die Kosten für den Umbau könne er noch nicht genau beziffern. „Unser Architekt plant noch“, erklärte Schmidt.

Sobald die Pläne fertig sind, will das Seniorenheim mit den ersten beiden Zimmern beginnen. „Dann machen wir nach und nach weiter, um nicht alles auf den letzten Drücker umbauen zu müssen“, sagt Susanne Thöne.

Die drei anderen Seniorenheime in Werdohl erfüllen die Einzelzimmerquote schon jetzt. „Wir haben 2003 neu gebaut und das dann schon so geplant“, sagt Anja Rittinghaus, die das Wichernhaus leitet. Auch das Seniorenzentrum an der Stadtklinik erfüllt die neuen Anforderungen seit dem Neubau im Jahr 2000. „Wir haben 38 Einzel- und vier Doppelzimmer“, sagt Einrichtungs- und Pflegedienstleiterin Sonia Tabiadon. Das Seniorenheim Forsthaus bietet sowieso ausschließlich Einzelzimmer an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare