Haus der kleinen Forscher

WERDOHL ▪ Hoch konzentriert tropfen zwei Mädchen der Kindertagesstätte Funkenburg mit einer Pipette Wasser in ein Reagenzglas, während ein Junge die Bestandteile des Wassers unter dem Mikroskop betrachtet. Mit viel Spaß und großem Interesse gehen die Kinder naturwissenschaftlichen Fragen auf den Grund. Dafür gab es jetzt die Plakette „Haus der kleinen Forscher“. Von Jana Peuckert

Jutta Groß, Koordinatorin der Netzwerkstelle „Kreis Junger Unternehmer“ aus Iserlohn übergab gemeinsam mit Bürgermeister Siegfried Griebsch die Auszeichnung an die Leiterin der Kita, Silke Wiederspahn-Hopmann. Schon länger gehören naturwissenschaftliche Experimente zum Programm der Einrichtung. Genau das ist Voraussetzung, um den Titel „Haus der kleinen Forscher“ zu bekommen. „Es kriegt nicht jeder eine Plakette. Man muss schon zeigen, dass man eine besondere Arbeit geleistet hat. Es geht darum, sich längerfristig mit dem Thema Naturwissenschaften zu beschäftigen. Das tut die Kita Funkenburg“, erklärt Groß.

Die Frage eines Mädchens, wohin eigentlich ihr „Geschäft“ in der Toilette hingeht, gab den Impuls zu dem Projekt, mit sich die Kita in Berlin für den Titel „Haus der kleinen Forscher“ beworben hat. „Die Frage wurde schnell an die Gruppe weitergegeben. Erste Vermutungen wurden geäußert. Die Kinder bekamen die Aufgabe gemeinsam mit den Eltern zu Hause nach Abwasserorten zu suchen und die Eltern zu fragen, was mit dem Abwasser geschieht“, erläutert die Kitaleiterin den Beginn des Projektes. Im weiteren Verlauf besichtigen die Mädchen und Jungen mit Mitarbeitern der Stadtwerke den großen Kanal vor der Kita und besuchen die Kläranlage des Ruhrverbandes. Dort erfuhren sie vom Rechen an, bis hin zu den Schönungsteichen alles über die Wasserreinigung.

In der Kita malten die Kinder auf schwarzem Papier mit feinen Pinseln weiße, kleine schmutzfressende „Monster“, versuchten durch ein Mikroskop Bakterien zu entdecken, füllten Gläser mit Wasser und filterten schmutziges Wasser.

„Es ist schön, wie begeistert die Kinder dabei sind. Die Konkurrenz ist groß. Es ist schwer, die Kinder neben Fernsehen und Computer für andere Dinge zu interessieren“, weiß Wiederspahn-Hopmann. Durch ihre Beobachtungen und Fragen würden die Kinder spielerisch lernen, welche naturwissenschaftlichen Phänomene ihren Alltag bestimmen. „Wir freuen uns, dass immer mehr Kitas erkennen, wie wichtig es ist, die Freude am Lernen und Forschen bereits bei den Kleinsten zu fördern“, erklärt Groß.

Zwei Jahre lang hängt die Plakette nun am Gebäude und zeigt an, dass dort kleine Forscher unterwegs sind. „In zwei Jahren bewerben wir uns dann wieder“, verrät die Leiterin.

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