Hauptschule wird aufgelöst

WERDOHL ▪ Die Erich-Kästner Hautpschule wird ab dem Sommer auslaufend aufgelöst, es werden keine neue Eingangsklassen mehr gebildet. Im Juli 2017 wäre der letzte Schultag in dem Gebäude am Riesei. Das soll der Schulausschuss kommenden Montag beschließen. Von Volker Heyn

Dieser Weg zeichnete sich bereits seit Monaten ab, weil so gut wie keine Eltern ihre Kinder mehr dort anmeldeten. Im vergangenen Sommer wurde mittels Ausnahmegenehmigung eine Eingangsklasse mit nur noch zehn Schülerinnen und Schülern gebildet. Für das neue Schuljahr ab diesem Sommer gab es nur noch zwei Anmeldungen. Rein formal ist eine Weiterführung der Hauptschule nicht mehr möglich, zumal nach Schulgesetz mindestens eine Einzügigkeit der Schule vorgeschrieben ist. Vom formellen Ablauf her entscheidet der Schulträger, die Stadt Werdohl, über die Auflösung der Schule. Die obere Schulaufsichtsbehörde muss dem zustimmen. Da das Verfahren allerdings schon mit der Schulaufsicht abgesprochen worden ist, dürfte die Zustimmung aus Arnsberg in jedem Fall erfolgen.

In der Hauptschule werden aktuell noch 172 Jungen und Mädchen in neun Klassen unterrichtet. Die Schule wird als Ganztagsschule geführt und ist Lernort für so genannte „integrative Lerngruppen.“ Neue Lerngruppen werden aber mit dem Schließungsbeschluss nicht mehr aufgenommen, sondern an der Gesamtschule unterrichtet. Die Hauptschule wird der Gesamtschule ab Sommer drei Räume für den Jahrgang 11 zur Verfügung stellen, damit in der Gesamtschule Räume für die integrativen Lerngruppen frei werden.

Die Hauptschule wird ab dem Sommer den Container freiziehen, der im Sommer 2002 aufgebaut wurde. Der Container wurde damals aufgestellt, da das Gebäude der Hauptschule für 18 Klassen gebaut wurde, die Schule ab 2002 aber 23 Klassen unterrichtete.

Wenn das Gebäude der Hauptschule 2017 frei wird, könnte dort entweder die Realschule einziehen oder die Gemeinschaftsgrundschule mit beiden Standorten in Kleinhammer und auf der Königsburg.

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