Hauptschule: Entscheidung muss bald fallen

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Die Hauptschule könnte schon im kommenden Jahr geschlossen werden. Das berichtete Schulrat Winfried Becker.

Werdohl - Dass die Hauptschule wegen Lehrermangels möglicherweise schon ein Jahr früher, zum Schuljahr 2016/17, geschlossen werden muss, hat Schulrat Winfried Becker den Kommunalpolitikern am Montag eröffnet. Während der Sitzung des Schul- und Sportausschusses schlug der Schulrat den Anwesenden vor, in Kontakt mit der Stadt Plettenberg zu treten, um die 17 verbleibenden Hauptschüler ab Sommer des kommenden Jahres eventuell dort weiter beschulen zu lassen.

 „Plettenberg weiß davon noch nichts“, antwortete der Schulrat auf die Frage, ob er diesbezüglich bereits Schritte eingeleitet habe. „Wenn der Jahrgang zehn ausgelagert wird, dann würde die Schule schon 2015/16 auslaufen“, stellte CDU-Ratsherr Christoph Plaßmann fest. „Daraus ergibt sich für uns doch auch ein schnellerer Handlungsbedarf in Bezug auf die Nachfolgenutzung des Schulgebäudes“, folgerte er. Schulrat Becker bestätigte das: „Wenn die Stadt ein Jahr Vorlauf hätte, würde das ausreichen.“

Aus Sicht der Werdohler Schüler und somit auch deren Eltern sei es die beste Lösung, die Zehntklässler in der Nachbarstadt weiter zu beschulen. „Die Kinder dürfen nicht benachteiligt werden“, unterstrich der Schulrat, der dringend davon abriet, Lehrer an die Erich-Kästner-Hauptschule abzuordnen. Grundsätzlich käme auch eine Angliederung an eine Hauptschule in Lüdenscheid in Frage, erklärte Winfried Becker. Denkbar sei theoretisch auch, die Werdohler Klasse nach Art des Abschlusses – Typ A und B – auf zwei verschiedene Schulen in Nachbarstädten aufzuteilen.

WBG-Fraktionsvorsitzender Thorsten Hänel schlug vor, möglichst zeitnah das Gespräch mit den Verantwortlichen der Stadt Plettenberg zu suchen. Bürgermeisterin Silvia Voßloh versprach daraufhin, genau das in Angriff nehmen zu wollen: „Wir werden auf jeden Fall jetzt mit Plettenberg Kontakt aufnehmen.“ - Von Carla Witt

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