Entscheidung  im Dezember

Abwassergebühr steigt, Müllgebühr sinkt in Werdohl

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Die meisten Werdohler können sich auf sinkende Müllgebühren einstellen.

Werdohl - Gute Nachrichten zum Ende des Jahres: Die Gebühr für die Müllabfuhr sinkt im kommenden Jahr, die Kosten für Abwasser steigen nur minimal. Hauptausschuss und Rat werden die beiden Satzungen Anfang Dezember verabschieden.

Die Kosten für die Müllabfuhr im Einwohnergleichwert pro Person sinken von derzeit 87,16 Euro auf 83,01 Euro. Die Abfallbeseitigung ist ein Umlagehaushalt, entstehende Kosten werden mit der Müllmenge und der Anzahl der Einwohner aufgerechnet.

Der Zweckverband für Abfallbeseitigung hatte der Stadt Werdohl mitgeteilt, dass die Gesamtumlage von 2,046 Millionen Euro in 2016 auf 1,999 Millionen Euro in 2017 sinken werde. Das liegt an der insgesamt geringer werdenden Müllmenge, die für 2017 zu erwarten ist. 

Das geringere Müllaufkommen macht sich vor allem in der Entsorgungsgebühr des Märkischen Kreises bemerkbar, die gegenüber dem Vorjahr um 53.000 Euro sinkt. Behältermieten und Umlagen für kommunale Sonderleistungen werden für Werdohl im Vergleich zum Vorjahr um 4000 Euro günstiger. Transportkosten und weitere Kosten für Abfallbeseitigung werden für Werdohl um 10.000 Euro teurer. Insgesamt ist mit einer Kostenreduzierung für die Werdohler Bürger von 47.000 Euro zu rechnen.

Die Gesamttonnage an Hausmüll wird für Werdohl in 2017 auf 4860 Tonnen angegeben, 100 Tonnen davon werden im so genannten Wechselsystem entsorgt. Die Gebühren für das Wechselsystem steigen von 41,33 Euro auf 43,75 Euro. Das ist aber nur für die wenigen Industriekunden von Belang. Der größte Teil des Werdohler Hausmülls wird über das Umleersystem abgefahren. Aufgrund der geringer werdenden Müllmenge konnten die Gebühren hier um 4,8 Prozent gesenkt werden.

Schmutzwassergebühr um 1 Cent rauf

Auch die Gebührenordnung für Abwasser ist ein Umlagehaushalt. Diesen Haushalt erstellt das Sondervermögen Abwasser bei der Stadt allerdings selbstständig, hier gibt es keinen Zweckverband wie bei der Abfallbeseitigung. Unterschieden wird hier nur zwischen den Industriekunden, die als Mitglied des Ruhrverbands direkt dorthin entsorgen. Die Schmutzwassergebühr für Industriekunden steigt um drei Cent auf 1,26 Euro, die Regenwassergebühr um zwei Cent auf 75 Cent pro Kubikmeter.

Der überwiegende Teil der Werdohler Haushalte entsorgt allerdings ins städtische Kanalnetz. Die Schmutzwasser-Gebühr steigt hier um genau einen Cent pro Kubikmeter auf 2,99 Euro. Die Gebühr für Niederschlagswasser steigt um drei Cent pro Kubikmeter auf dann 96 Cent.

Für die stadtweit insgesamt 41 Besitzer von privaten Grundstücksentwässerungsanlagen wird die jährliche Grundgebühr erheblich billiger. Sie sinkt von 73,17 Euro auf 32,44 Euro. Die Stadt gibt auf diese Weise Überschüsse aus den vergangenen Jahren (670 Euro in 2014 und 500 Euro in 2015) an die Betreiber von Kleinkläranlagen weiter. Die Mengengebühr steigt von 27,07 Euro auf 27,61 Euro. Für Anlagen, die nicht den anerkannten Regeln der Technik entsprechen, wird eine Kleineinleiterabgabe nach so genannten Schadeinheiten abgerechnet. Das sind zum Beispiel Sickergruben ohne Abfluss. Der Abgabesatz bleibt im kommenden Jahr unverändert bei 35,79 Euro.

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