Hannah Pfeil wechselt ans Jugendamt des Märkischen Kreises

Abschied nach vier Jahren als Schulsozialarbeiterin

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Hannah Pfeil hat knapp vier Jahre lang als Sozialarbeiterin mit Werdohler Grundschülern gearbeitet. Im Mai tritt sie eine unbefristete Stelle im Jugendamt des Märkischen Kreises an.

Werdohl - Knapp vier Jahre lang war Hannah Pfeil als Schulsozialarbeiterin an den Werdohler Grundschulen tätig. Zum Ende des Monats wird sie die Stadt an Lenne und Verse verlassen und zum Jugendamt des Märkischen Kreises nach Lüdenscheid wechseln. Von Schülern, Eltern und Lehrern hat sich Pfeil in dieser Woche bereits verabschiedet.

Die gelernte Diplompädagogin hat seit 2012 mit den Grundschülern in Werdohl gearbeitet. Dabei ging es vor allem um soziale Kompetenztrainings, um das „Miteinander“. Die Kinder sollten lernen, fair miteinander umzugehen. Anti-Mobbing- und Konfliktsituationen gehören ebenfalls zum Aufgabenbereich der 32-Jährigen.

Auch Netzwerkarbeit und der Austausch mit anderen Sozialarbeitern waren Teil ihres Jobs. Klassen- oder gruppenweise hat sie zahlreiche Projekte mit den Kindern durchgeführt, mit Lehrern die Schwerpunkte dieser Projekte besprochen oder Eltern informiert. Sie hat versucht, das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken und war als Streitschlichterin im Einsatz.

In dem Job geht es um Nachhaltigkeit

Vier Jahre lang habe Pfeil ihren Job mit viel Liebe und Engagement gemacht. Diese Rückmeldung habe sie auch von Lehrern und Eltern bekommen. Doch ein befristeter Arbeitsvertrag sei in diesem Job für die Arbeit erschwerend. Schließlich gehe es um Nachhaltigkeit. Und es sei eine „vertrauensvolle Arbeit“, in der es nicht förderlich sei, wenn sich Eltern einer Sozialarbeiterin anvertrauen und diese dann nur ein Jahr bleibt, berichtete Hannah Pfeil.

Es falle ihr nicht leicht zu gehen, aber sie freue sich auch auf die neue Herausforderung, sagte Hannah Pfeil im Gespräch. Das hätten auch die Kinder verstanden. „Wir haben es ihnen erklärt. Sie waren traurig, aber sie haben mir auch viel Glück und neue Freunde gewünscht“, sagte Pfeil.

Von der Einzelkämpferin zur Teamplayerin

Sie hat sich persönlich an den Grundschulen verabschiedet und wird zum 2. Mai eine unbefristete Stelle im Jugendamt des Märkischen Kreises antreten, das seinen Sitz in Lüdenscheid hat. Dann wird sie nicht mehr an Schulen arbeiten und nicht mehr als Einzelkämpferin unterwegs sein. „Dort warten ein Team und viel Neues auf mich“, sagt Hannah Pfeil voller Vorfreude.

Pfeil hofft, dass es auch in Zukunft weiterhin eine Sozialarbeiterin für die Grundschulen geben wird, denn: „Es gibt immer genug zu tun“, meint Pfeil. Der Bedarf sei da. Die Aufgaben könnten aber nicht einfach von Lehrern aufgefangen werden.

Umso erfreulicher sei es daher, dass die Stadt gestern die Stelle der Sozialarbeiterin auf ihrer Internetseite neu ausgeschrieben hat. Zum nächstmöglichen Zeitpunkt und vorerst auf zwölf Monate befristet soll es eine Nachfolge für Hannah Pfeil geben.

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