Hangbrücke an Neuenrader Straße wird frühestens 2020 saniert

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Die Hangbrücke an der Neuenrader Straße muss nach wie vor saniert werden. Allerdings soll die Maßnahme erst nach 2020 beginnen.

Werdohl - Eine weitere Schonfrist – oder noch längeres Ärgernis? – für Werdohler Autofahrer und viele Pendler: Die Sanierung der Hangbrücke an der Neuenrader Straße ist erst nach dem Jahr 2020 geplant. Das erklärte Karl-Josef Fischer vom Landesbetrieb Straßen.NRW auf Anfrage der Redaktion.

Ursprünglich sollte die Brücke „schnellstens und umfassend saniert werden“, hatte der Landesbetrieb im September des Jahres 2012 mitgeteilt. Laut Straßen.NRW bestand zu diesem Zeitpunkt „dringender Handlungsbedarf“, da sich die Hangbrücke in Richtung der Bundesstraße 236 bewege. Bereits im Sommer des Jahres 2013 sollte die Sanierung starten. 

Von Eile ist nichts mehr zu spüren

Doch dann war von der zunächst geforderten Eile nichts mehr zu spüren. Im Jahr 2015 wurden kleinere Sicherungsarbeiten an dem Bauwerk durchgeführt. Dadurch, so hieß es anschließend, habe der Landesbetrieb Zeit gewonnen und es seien keine größeren Schäden mehr aufgetreten. Frühestens 2018 sollten die umfassenden Arbeiten beginnen. 

Da die Brücke weiterhin regelmäßig geprüft werde, und sich dabei keine Sicherheitsbedenken ergeben hätten, bestehe nun aber keine Notwendigkeit für eine zeitnahe Sanierung. „Die Brücke ist nicht mehr die beste, aber sie kann noch problemlos genutzt werden“, sagte Karl-Josef Fischer. 

In und rund um Werdohl – beispielsweise im Versetal – gebe es momentan genügend größere Baustellen, die den Verkehrsteilnehmern ohnehin zusetzen würden. Diese sollten nach Möglichkeit erst verschwunden sein, bevor die Hangbrücke an der Neuenrader Straße saniert wird. 

Straße muss voll gesperrt werden 

„Denn eines steht schon jetzt fest: Entspannt wird es nicht, wenn wir dort mit den Arbeiten beginnen“, stellt der Sprecher des Landesbetriebs fest. Die Straße müsse in jedem Fall voll gesperrt werden – und das für einen längeren Zeitraum. Zudem sei die Baumaßnahme komplizierter und auch teurer als zunächst angenommen. 

Bereits vor zwei Jahren hieß es, dass eine in der Straße verlegte Gasleitung den Planern Sorgen bereite. Deshalb müssten größere Erschütterungen beim Abbruch der Brücke möglichst vermieden werden. 

Kosten von mehr als fünf Millionen Euro

Auch die Verankerung der neuen Brücke sei nicht ganz einfach zu bewerkstelligen. Die Baukosten, so hieß es damals, würden insgesamt wohl so hoch, dass das gesamte Projekt europaweit ausgeschrieben werden müsse. Eine genauere Summe konnte zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht genannt werden. Europaweite Ausschreibungen von Leistungen sind allerdings ab einer Bausumme von fünf Millionen Euro vorgeschrieben.

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