Maler Günter Pfaffenhöfer

"Hammer"-Geschichte mit Happy End: Gemälde hat einen Platz gefunden

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Heinz Rohe und Annette Wolf präsentieren das auf Sperrholz gemalde Ölgemälde von Günter Pfaffenhöfer.

Werdohl - Geschichte mit Happy End um das Bild eines „Achtzig-Zentner-Hammers“. Anfang Dezember hatte sich der gebürtige Werdohler Günter Pfaffenhöfer mit einem Hilferuf bei der Redaktion gemeldet. Er hatte sein 30 Jahre altes Ölgemälde für die Öffentlichkeit zugänglich machen wollen, aber eine Absage von der Stadt erhalten. Jetzt gibt es eine Lösung.

Sein gut 30 Jahre altes Ölgemälde, das auf 88 mal 78 Zentimeter den großen Hammer zeigt, der bis Ende der 1970er-Jahre im Schmiedewerk der Thyssen Stahl-AG an der Plettenberger Straße gestanden hat, sollte der Werdohler Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Mithilfe des Vereins Kleines Kulturforum ist dies jetzt gelungen. 

Stadt lehnt Anfrage aus Platzgründen ab 

Nachdem die Stadt eine Anfrage Pfaffenhöfers Ende 2018 nach Rücksprache mit dem Heimat- und Geschichtsverein um Heiner Burkhardt abgelehnt hatte, weil ein geeigneter Platz fehlte, um das große Ölgemälde dauerhaft zeigen zu können, wird es künftig im Kulturforum im Werdohler Bahnhof hängen. 

Vor Beginn einer Vorstandssitzung des Kleinen Kultur-Forums (KKF) nutzten der Vorsitzende Heinz Rohe und Vorstandsmitglied Annette Wolf jetzt die Gelegenheit, das Gemälde zu präsentieren. Zuletzt hing es über viele Jahre in der neuen Heimat von Günter Pfaffenhöfer, der seit Längerem in der Nähe von Nürnberg lebt – und auch dort die Malerei fest im Blick hat. 

Malerei schon in der Jugend ein Hobby

Der 1927 als Sohn eines Hammerschmiedes geborene und auf der Königsburg aufgewachsene Pfaffenhöfer hatte schon in seiner Jugend die Malerei zu seinem Hobby gemacht. Im beruflichen Mittelpunkt seines Lebens stand zunächst seine Tätigkeit in der Härterei bei den Deutschen Edelstahlwerden (DEW), deren Leitung er nach der Übernahme des Unternehmens durch Thyssen Stahl übernahm. 

Künstlerisch betrachtet, hatten es Günter Pfaffenhöfer auch die großen alten Meister – wie Rembrandt, Vermeer, Dürer oder van Dyck – angetan. Er kopierte einige ihrer Werke und stellte sie in seiner neuen Heimat in mehreren Ausstellungen vor. Stilistisch lebt der „Achtzig-Zentner-Hammer“ auch von den Einflüssen, die die genannten Meister der Malerei auf ihn gehabt haben. 

Hammer kurz vor dem Abriss skizziert

Skizziert – so erklärt er selbst – habe er den Hammer 1977, kurz vor seinem Abriss. Aber erst zehn Jahre später, mit Eintritt in das „ruhige“ Rentnerdasein, habe er sich wieder intensiver der Malerei zugewandt und auch den Hammer fertiggestellt. Realisiert wurde er in Ölfarbe auf Sperrholz. 

Da dieses Bild vom Motiv her nicht dazu vorgesehen war, es in einem Wohnzimmer aufzuhängen, habe er an den Entstehungsort dieses Kunstwerkes gedacht. So sei zunächst die Stadt Werdohl als mögliche Besitzerin ins Spiel gekommen – verbunden mit dem Wunsch, dass dieses Bild eben nicht in einem Archiv verschwindet, sondern der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. 

Auch eine Ausstellung ist möglich

Nach der aus Pfaffenhöfers Sicht ernüchternden Absage, hielt die Idee von Annette Wolf Einzug, das Gemälde in den Räumen des Kleinen Kulturforums aufzuhängen. Das ist mittlerweile erfolgt, an gut sichtbarer Stelle. Und mehr noch: KKF-Vorsitzender Heinz Rohe hat Günter Pfaffenhöfer auch angeboten, eine Auswahl seiner Arbeiten in Werdohl auszustellen. Eine Antwort steht allerdings noch aus.

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