Hallenbad-Neubau: Fünf-Millionen-Auftrag geht an Pellikaan

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Diese Grafik zeigt das geplante Hallenbad in Ütterlingsen im Gebäudeschnitt. Bei dem Bild handelt es sich um einen noch sehr wenig detaillierten Entwurf, es fehlt zum Beispiel das Ein-Meter-Sprungbrett.

Werdohl - Der Neubau des Hallenbads in Ütterlingsen ist für knapp fünf Millionen Euro an die deutsche Niederlassung des holländischen Bauunternehmens Pellikaan vergeben worden. Eine Inbetriebnahme des Bades mit vier 25-Meter-Bahnen und einem Ein-Meter-Sprungturm ist für Herbst 2020 vorgesehen.

Die Stadtwerke Werdohl haben die Pellikaan Bauunternehmung Deutschland mit Sitz in Ratingen mit dem Bau des Hallenbades in Ütterlingsen beauftragt. Die Pos4 Architekten aus Düsseldorf übernehmen die Planung für das neue Hallenbad. Die Stadtwerke und der Generalunternehmer Pellikaan sind so weit, dass in der nächsten oder spätestens übernächsten Woche der Bauantrag gestellt werden kann. Stadtwerke-Chef Schlutow: „Wir bleiben bei den Baukosten knapp unter fünf Millionen Euro.“ 

Während Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Schlutow die Pläne zu einem späteren Zeitpunkt gemeinsam mit Bürgermeisterin Voßloh und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Christof Plaßmann vorstellen will, veröffentlichte das Architekturbüro Pos4 die Entwürfe schon vor einigen Tagen. 

Vier Bahnen à 25 Meter Länge

Das neue Hallenbad wird ein Becken mit vier Bahnen à 25 Meter Länge mit einer Wasserfläche von 25 mal 10 Metern erhalten. Auf ein Kinderschwimmbecken wird verzichtet, dafür gibt es einen halbseitigen Hubboden, der von 0 bis 1,80 Meter Wassertiefe gefahren werden kann. Auf die andere Seite kommt ein Ein-Meter-Sprungbrett mit der dazugehörigen Wassertiefe von mehr als 3,50 Meter. 

Die Düsseldorfer Architekten sind von ihrem Entwurf sehr begeistert: „Der extrem nachhaltige Entwurf führt zu niedrigen Investitions- und Unterhaltskosten für die Gemeinde. Die Einfachheit der kompakten Form wird ergänzt durch die Einfachheit einer subtilen Materialwahl. Eine silbern schimmernde Aluminiumhaut umhüllt mit Schwung einen eleganten, kompakten Baukörper, nimmt die Anklänge der Landschaft auf und ist das klare Erkennungszeichen. In warmes Gelb getönte Fensterstreifen greifen die Stadtfarben Werdohls auf. 

Glasfläche als Eingang

Eine eindeutig als Eingang ablesbare Glasfläche öffnet sich dem Besucher. Anthrazitfarbene Sandwichfassaden bilden die seitliche Flanke des gesamten Ensembles. In Kontrast hierzu stehen die Glasflächen der Schwimmhalle, die den Schwimmern den Blick in die Landschaft ermöglicht. Edle, schimmernde Lichtreflexe auf der Aluminiumhaut, viel Glas, das Silber der Metallhaut und warme, dunkle Grautöne der Seitenfassaden bilden ein elegantes Erscheinungsbild. Der Baukörper folgt nahe dem bestehenden Parkplatz und lässt den Blick in die Landschaft bis zum Fluss frei.“ 

Diese Grafik zeigt das geplante Hallenbad in Ütterlingsen mitsamt dem Eingangsbereich (links). In Feinabstimmungen soll Ende dieser Woche auch über das endgültige Farbkonzept beraten werden.

Am Freitag sitzen Schlutow und die Leute von Pellikaan zusammen, um zum Beispiel die genaue Farbgebung zu bestimmen. 

Dass Pos4 mit seinem Entwurf wirbt, kann Schlutow gut verstehen. Gemeinsam werde ein schlichtes, schönes und funktionales kommunales Hallenbad gebaut. Das sei für einige Nachbarstädte von Interesse. Ganz bewusst wird auf Bistro und Sauna verzichtet, man konzentriert sich voll und ganz auf das Thema „Schwimmen“. 

Drei Jahre Arbeit an dem Projekt 

Schlutow: „Nach drei Jahren Arbeit an dem Projekt geht es jetzt endlich so richtig los.“ Im September werde der Bauantrag gestellt, noch in diesem Jahr soll es den ersten Spatenstich geben. Im Frühjahr 2020 soll der Bau stehen und ab Herbst 2020 in Betrieb genommen werden. Schlutow: „Dann haben wir noch zwei Saisons im alten Hallenbad am Riesei.“

Pellikaan ist ein holländisches Familienunternehmen und arbeitet in Deutschland, den Niederlanden, England und Belgien. Pellikaan realisiert seit 1947 Schulen, Hotels, Kindergärten, Bürogebäude, Appartements und Industriegebäude sowie über 900 Sportcenter mit mehr als 500 Schwimmbädern. Pos4 Architekten ist ein national und international agierendes Planungsunternehmen mit Sitz in Düsseldorf. In 20-jähriger Expertise haben sich Schwerpunkte aus dem klassischen Spektrum der Architektur in den Bereichen Neuplanung und Revitalisierung entwickelt.

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