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Halbjahresbericht liegt vor: Kanalsanierung läuft nach Plan

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Von: Volker Heyn

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Die Flut hatte im Juli 2021 die Kanalbrücke über die Verse im Bereich Esmecke weggerissen, die auslaufenden Abwässer wurden erst im September bemerkt. Tiefbauamtsleiter Martin Hempel ergriff damals sofort Gegenmaßnahmen und ließ einen Düker bauen. Der Düker konnte erst Anfang 2022 fertiggestellt werden und kostete 164 000 Euro, die vom Land ersetzt werden.
Die Flut hatte im Juli 2021 die Kanalbrücke über die Verse im Bereich Esmecke weggerissen, die auslaufenden Abwässer wurden erst im September bemerkt. Tiefbauamtsleiter Martin Hempel ergriff damals sofort Gegenmaßnahmen und ließ einen Düker bauen. Der Düker konnte erst Anfang 2022 fertiggestellt werden und kostete 164 000 Euro, die vom Land ersetzt werden. © Volker Heyn

Bis Mitte August 2022 hat das Sondervermögen Abwasser bereits 950.750 Euro in Form von neuen Kanälen in der Erde vergraben. Hinzugerechnet werden müssen noch Kosten für den Betrieb der bestehenden Anlagen sowie Reparaturen von Pumpen und Bauwerken.

Werdohl – Damit läuft die Kanalsanierung weitestgehend nach Plan, wie Ingeborg Kurlandt vom Sondervermögen Abwasser bei der Tiefbauabteilung der Stadt Werdohl auf Anfrage mitteilte. Während der Ratssitzung am Montag wird turnusgemäß der Halbjahresbericht vorgestellt, Fragen beantworten Abteilungsleiter Martin Hempel und Ingeborg Kurlandt.

Der Wirtschaftsplan ist enorm wichtig für das Sondervermögen, ohne genehmigte Mittel ist keine Kanalsanierung möglich. Kurlandt: „Wir brauchen das Geld für jede einzelne Maßnahme unbedingt vorher im Wirtschaftsplan, der vom Rat verabschiedet wird. Vorher dürfen wir keine Ausschreibung beginnen.“

Maßnahmen werden durch den Rat beschlossen und durch den Vergabeausschuss freigegeben. Erst am Donnerstag hatte der Ausschuss 630.000 Euro für Kanalsanierungen im TIP-Verfahren an die Firma Alfes und Sohn in Wenden bereitgestellt. Alfes wird Kanäle am Kettling, Hohe Fuhr, An der Falkenlei und im Versetal in Bärenstein erneuern. Das Unternehmen hat schon mehrere Aufträge bei der Stadt Werdohl gewonnen und arbeitet die Baustellen hintereinander ab.

Das findet sich an vielen Stellen in der Abwicklung des aktuellen Vermögensplans: 110.000 Euro für die Brüderstraße; 300.000 Euro für die Hesmecke/Gärten und weitere 300.000 Euro für die Hesmecke/Im Siepen; 210.000 Euro für die Straße Ehrenfeld; 175.000 Euro für den Kupferhammerweg; 250.000 Euro Falkenlei; 85.000 Euro in der Grabenstraße; 90.000 Euro Am Großen Stück; 150.000 Euro für den Versetalsammler Bärenstein und 110.000 Euro für Feldstraße/Vorthstraße.

Zwei Baustellen von 2014 und 2015 sind zwar fertig, müssen aber noch zum Teil schlussgerechnet werden, was noch Personalkosten erfordert. 99.130 Euro hat der Kanal in der Neuenrader Straße gekostet, rund 1000 Euro braucht noch die restliche Abrechnung. Damit ist der Ansatz von 100.000 Euro genau ausgeschöpft.

Die Maßnahme am Rathausparkplatz ist abgeschlossen, sie hat 797.642 Euro gekostet, die Stadt muss hier 430.221 Euro übernehmen, den Rest zahlt der Ruhrverband.

Im Abzweig Mühlenschlad/Hauptstraße soll vor Beauftragung der Ingenieurleis-tungen noch eine erneute Kamera-Befahrung abgewartet werden, bevor dort investiert wird. Am Pungelscheider Weg sollen 100.000 Euro investiert werden, die hydraulischen Berechnung liegt vor. Die Ingenieurleistungen müssen im Herbst beauftragt werden.

Fertig und abgerechnet ist die Kanalbrücke „Es-mecke“ über die Verse. Wie berichtet, war dort nach der Flut monatelang unbemerkt Abwasser in den Bach gelaufen. Die Kanalbrücke ist durch einen Düker ersetzt worden, das hat 164 170 Euro gekostet, die vom Land erstattet werden.

Neben den Investitionen kostet der Kanalbetrieb in 2022 3,2 Millionen Euro, von denen 2 Millionen Euro zur Jahresmitte ausgegeben sind.

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