Haferkasten wird saniert

Lehm, doppelt gebrannte Steine und Eichenholz werden zur Sanierung verwendet. ▪

WERDOHL ▪ Aufwendig gestaltet sich die Sanierung des Pungelscheider Haferkasten. Bei dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude war die Substanz marode geworden. „Das Gebäude wird zwar in keiner Weise von uns genutzt, jedoch sollte man ein solches Denkmal nicht völlig verkommen lassen“, erklärte Peter Grau, Bauleiter der Stadt. 15 000 Euro kostet die Sanierung.

Allerdings beteilige sich das Denkmalamt mit 20 Prozent an den Kosten. Doch die Auflagen, die das Amt mit Sitz in Münster an die Stadt Werdohl stellen sind hoch. So dürften beispielsweise nur Eichenbalken verwendet werden, die mindestens zwei Jahre lang gelagert worden sind. Und die Steine müssen doppelt gebrannt sein. Die Arbeiten gestalten sich kompliziert. Denn in kleinen Schritten müssen die maroden und morschen Balken des Fachwerks herausgenommen und durch neue ersetzt werden. Und auch die Gefache müssen neu gemauert werden. Dabei verwende das Bauunternehmen nicht herkömmlichen Zement, sondern Lehm, so wie es auch früher üblich gewesen sei. Zum Abschluss müsse „das wohl kleinste Gebäude der Stadt“, wie Grau es nennt, neu verputzt werden. ▪ lm

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