Nach drei Wochen: Die Hälfte der SV-Probandinnen hat keine Kopfschmerzen mehr

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Werdohl - Noch eine Woche läuft das Kopfschmerz-Experiment des SV. Zwei der sechs Probandinnen hatten bisher keine Kopfschmerzen mehr, bei einigen lässt der Alltag allerdings nicht immer eine Entspannung zu.

Sandra Lauke kann es nach wie vor kaum glauben, aber sie hat seit drei Wochen keine Kopfschmerzen oder Migräneattacken mehr gehabt. Deshalb in diesem Zeitraum auch keine Tabletten mehr genommen. „Mir geht es super“, sagt sie zufrieden.

Mittlerweile hört sie auch nicht mehr jeden Tag die CD, sondern nur noch ab und zu. „Als ich vergangene Wochen einen Termin hatte, habe ich vorher noch die CD gehört, damit ich mich vorher entspanne – und ich hatte tatsächlich keine Kopfschmerzen“, sagt sie. Sonst sei es so gewesen, dass sie mit Stresssituationen schlecht umgehen konnte und Kopfschmerzen bekam. Schon wenn sie wusste, dass sie bald einen Termin hat, bekam sie Angst vor den Schmerzen. Seitdem sie die mentale Entspannungsmethode nutzt, geht es ihr gut. Sogar ihr Hausarzt sprach die 44-Jährige auf die Methode an und möchte sie an seine Migräne-Patienten weitergeben.

Auch Yvonne Schulte musste sich erst mal daran gewöhnen, keine Kopfschmerzen mehr zu haben. Sonst nahm sie jeden Tag Tabletten, seit 15 Jahren – jetzt ist sie schmerzfrei. „Man muss sich darauf einlassen“, sagt sie. Denn zu Beginn des Experiments gehörte sie zu den größten Skeptikerinnen und war sich eigentlich sicher, dass sich nichts verändern wird. Für einen Kurzurlaub vergaß sie die CD von Arnd Stein einzupacken, konnte aber nicht darauf verzichten und hörte stattdessen online Entspannungsmusik von Stein. 

Bei der 21-jährigen Janis Rubin aus Neuenrade passt die Entspannung nicht zu ihrem Alltag. Morgens fährt sie um 7 Uhr zur Arbeit und bleibt dort bis 17 Uhr – danach muss sie noch zur Universität nach Hagen und ist nicht vor 22 Uhr Zuhause. Wenn sie Kopfschmerzen bekommt, nimmt sie eine Tablette, „anders halte ich den Tag nicht aus“, sagt sie. Nach der Klausurphase hofft sie auf mehr Zeit für sich und glaubt daran, dass die CD durch Entspannung ihre Kopfschmerzen lindern kann.

Bei Filiz Aysanoglu ist es ähnlich: Ihr Alltag ist so stressig, dass sie die CD nicht mehr hören kann und daher auch keine Wirkung spürbar wird. Auch Sarah Heger aus Balve, die schon in einer Schmerzklinik war, hat noch immer Kopfschmerzen. 

Nach dem Ende des Kopfschmerz-Experiments werden alle Probandinnen noch einmal ausführlich Bilanz ziehen und auch von Dr. Stein eine Einschätzung erhalten.

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