„Gute Fahrt“ für 59 Erich-Kästner-Schüler

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Die besten Schüler des Jahrgangs (vorne, v. l.): Hasan Er, Mohamed Alawie, Benjamin Schieberle und Lena Persin. ▪

WERDOHL ▪ Zwei junge Frauen und ein junger Mann von 59 Hauptschulabgängern haben erst eine Ausbildungsstelle gefunden, sagte am Mittwoch Thomas Lammers, neuer Leiter der Erich-Kästner-Schule. „Die meisten von Euch wechseln jetzt auf die Berufskollegs der umliegenden Städte.“

Dann ehrte Lammers die besten Schüler der vier Klassen: In der BUS-Klasse (Beruf und Schule) erreichte Benjamin Schieberle den besten Notendurchschnitt. In der 10 A1 lag Mohamed Alawie vorne. Lena Persin gewann in der 10 A2. Hasan Er dominierte die 10 B.

Von den 59 Abgängern erreichten 36 den Hauptschulabschluss nach Klasse 10, neun erreichten den Hauptschulabschluss nach Klasse 9, acht bekamen die Fachoberschulreife (einer davon mit Qualifikationsvermerk). Sechs Schüler gehen von der Erich-Kästner Schule ohne Abschluss ab.

Besonders emotional war die Rede der Schülerin Eda Delibas. Mit sehr persönlichen Worten und tränenerstickter Stimme dankte sie etwa ihrer Mutter sowie ihrem Klassenlehrer Dieter Kaiser. Die 17-Jährige wurde von ihren bisherigen Mitschülern frenetisch bejubelt.

Schülersprecherin Nicole Malec dankte auch den weiteren Klassenlehrern Dorothea Stahl (10 A1) sowie Bernd Cramer (BUS). Dann beschrieb sie in ihrer Rede die Reise durch die Schulzeit als Kreuzfahrt durch unruhiges Gewässer und mit Eisbergen als Hindernisse.

Der Schulleiter verglich die Zeit auf seiner Einrichtung als Autofahrt mit Schlaglöchern, Kurven und Sackgassen. Er wünschte den Abgängern eine „Gute Fahrt“.

Bürgermeister Siegfried Griebsch erhoffte für die frisch gebackenen Ex-Schüler „immer ein gutes Händchen bei Euren Entscheidungen“. Dann, so der erste Bürger der Stadt, würden ihnen alle Wege offen stehen.

Die Fördervereinsvorsitzende Carmen Henningsohn-Schröder riet: „Denkt stets zuerst an das, was Euch wirklich wichtig ist – und nicht an Handy, Computer, Auto und Geld.“

In den Redepausen gab es ein Rahmenprogramm mit einem Sketch, einer Tanzeinlage sowie einem mit reichlich Applaus bedachten Klavierspiel der Sechstklässlerin Elisabeth Krawczyk.

Zum Abschluss sangen alle 59 Ex-Hauptschüler auf der Bühne das Lied „Goodbye, es ist vorbei“. ▪ Michael Koll

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