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„Gibt mir unheimlich viel“: Gruppe der Friedenshelfer wächst

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Von: Carla Witt

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Nach einem Arbeitseinsatz sitzen geflüchtete Ukrainer und Friedenshelfer zum gemeinsamen Essen an einem Tisch. Im Laufe der Zeit sind schon einige Freundschaften entstanden.
Nach einem Arbeitseinsatz sitzen geflüchtete Ukrainer und Friedenshelfer zum gemeinsamen Essen an einem Tisch. Im Laufe der Zeit sind schon einige Freundschaften entstanden. © Sobko

„Dieses Engagement gibt mir persönlich unheimlich viel. Und den anderen Beteiligten geht es genauso“, sagt Johanna Trautmann-Stuberg. Die Werdohlerin hatte Anfang April „Friedenshelfer“ gesucht, die sich zunächst besonders für Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, engagieren wollen.

Werdohl - Langfristig – so ihr Plan – sollen aber alle Hilfsbedürftigen in der Stadt von den Aktiven und ihrem Netzwerk profitieren.

„Anfangs kamen sehr viele Anfragen per E-Mail. Auch einige Anrufe gab es“, stellt Trautmann-Stuberg rückblickend fest. Leider sei sie aber insgesamt sechs Wochen krankheitsbedingt ausgebremst worden und habe dementsprechend nicht immer zeitnah antworten können. „Deshalb hat es wohl einigen zu lange gedauert. Sie wollten sich an anderer Stelle ehrenamtlich engagieren.“

Dennoch wachse der Kreis der Friedenshelfer langsam aber stetig; und gemeinsam habe man schon eine ganze Menge erreicht. So berichtet die Werdohlerin von zwei Küchen, die bei Spendern abgeholt und bei den bedürftigen Empfängern wieder aufgebaut worden seien. „Auch einen Hausstand haben wir fast komplett aufgelöst“, erzählt sie weiter. Darüber hinaus seien viele kleinere Hilfsaktionen von den Ehrenamtlern bestritten worden. Verschönerungseinsätze in Wohnungen, die Geflüchteten von der Stadt Werdohl zur Verfügung gestellt werden, habe es ebenfalls gegeben.

„Aus vielen dieser Einsätze sind Freundschaften entstanden. Und auch die Helfer halten zusammen“, freut sich Johanna Trautmann-Stuberg – und lobt alle, die sich bisher bereits eingebracht haben: „Allen gebührt ein großes Dankeschön.“ Das gelte auch für diejenigen, die nicht regelmäßig helfen könnten.

Die Werdohlerin berichtet von großer Dankbarkeit geflüchteter Ukrainer. Sie erzählt von gemeinsamen Ausflügen mit Familien aus dem Krisengebiet – und von schmackhaften Essen, mit dem sich die Kriegsflüchtlinge bei den Friedenshelfern bedankt hätten. Doch nicht nur diesen Menschen haben die Friedenshelfer beigestanden. „Auch Deutschen haben wir schon beim Umzug geholfen“, stellt die Werdohlerin fest.

Johanna Trautmann-Stuberg freut sich über jeden, der sich den Friedenshelfern anschließen möchte. Auch das Padlet, auf dem im Laufe der Zeit ein großer Marktplatz sowohl für Hilfsangebote und -gesuche, als auch für gut erhaltene Gebrauchsgegenstände entstehen soll, solle weiter mit Leben gefüllt werden.

Besonders glücklich wären die Werdohlerin und ihre Mitstreiter, wenn sich weitere Dolmetscher finden würden. „Sie müssen nicht unbedingt ukrainisch sprechen. Auch mit russisch kommen wir schon weiter“, stellt die Initiatorin der Friedenshelfer fest.

Kontakt

Johanna Trautmann-Stuberg ist unter Tel. 01 72/2 76 74 03 und per E-Mail unter friedenshelfer.werdohl@gmail.com erreichbar. Wer sich bei den Friedenshelfern einbringen möchte, kann sich gerne bei der Werdohlerin melden und erhält die Zugangsdaten für das Padlet.

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