Grünröcke geben im Festzelt Vollgas

Silke Rademacher und Markus Balz blieben am Montagabend nur für kurze Zeit allein auf der Tanzfläche.

Werdohl -  Ermüdungserscheinungen, trübe Stimmung, ausgelaugte Schützen am letzten von vier Schützenfesttagen: Fehlanzeige! Am Montagabend mobilisierten die Grünröcke und die Fans des grün-weißen Brauchs die letzten Kräfte, wuchsen teilweise über sich hinaus und verhalfen dem neuen Regentenpaar zu einem unvergesslichen Party-Erlebnis – ein passendes Geschenk für ein besonderes Jahr im Zeichen der Fahnen, Wimpel und Kulte.

Von Markus Jentzsch

Nachdem Silke Rademacher und Markus Balz im Rahmen der Proklamation offiziell in ihre Ämter eingeführt worden waren, das Paar den offiziellen Foto-Termin samt Hofstaat am Rathaus hinter sich gebracht hatte, standen die Zeichen auf Sturm – auf Partysturm. Was sich anschließend im Zelt abspielte, lässt auf ein überaus stimmungsvolles Schützenjahr schließen. DJ Marc Kiss hatte leichtes Spiel, ließ ab und an einen Funken springen, den die Schützenfestfreunde aller Generationen spielend leicht und liebend gern aufnahmen, um anschließend in Brand zu geraten. Es ging heiß her, der Schweiß rann dem einen oder anderen in Strömen. Für eine glänzende Stimmung im Zelt gab das Publikum wirklich alles.

Rund um den Thron feierten sie lautstark und ausgelassen ihre Regenten, die Jungschützen wie die Erwachsenen fackelten ein Feuerwerk der guten Laune ab. Die nächste Stufe der Party-Rakete brannte dann mit dem Einzug des Tambourcorps Einigkeit ab. Gezeichnet von den Schützenfeststrapazen zogen die Musiker ein, bezogen vor der Bühne Stellung. Und dann ging schlagartig die Post ab – aber richtig. Das „gemeine“ Volk hockte Seite an Seite mit der feinen Hofstaat-Gesellschaft auf den Planken des Zeltes und auf ein Zeichen des Corps tanzten und hüpften sie, als gäbe es kein Morgen. Schützenherz, was willst du mehr?

Schützenfest Werdohl am Montag

Tische waren längst zu Tanzstegen umfunktioniert worden, Krawatten dienten als Stirnbänder zum Schweiß aufsaugen – eine Stimmung, die ansteckte. Als plötzlich eine „süße Oma“ in der ersten Reihe inmitten des grölenden Schützenvolkes auftauchte, wurde klar: In Werdohl feiern alle Generationen unter einem Zeltdach, ausgelassen und zugleich harmonisch.

Aber mit dem Tambourcorps-Spektakel und dem Tanz der Regenten war das Pulver für die Nacht noch lange nicht verschossen. Schließlich hatte sich ja noch ein Special Guest angekündigt, der dem ganzen Treiben noch die Krone aufsetzen sollte. Im Schatten des Feuerwerks warf der Almklausi noch ein paar Briketts ins Party-Feuer, trieb die Stimmung mit seinen Songs nochmals in die Höhe.

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