Versammlung terminiert

Grüne vor Gründung eines Ortsverbandes in Werdohl

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Volker Oßenberg wird mit weiteren Mitstreitern einen Grünen-Ortsverband in Werdohl gründen.

Werdohl – Der frühere WBG-Fraktionsvorsitzende Volker Oßenberg hat seine Ankündigung von September wahr gemacht: Für Dienstag, 3. Dezember, ruft er zur Gründungsversammlung eines Ortsverbands der Grünen auf.

Neben Oßenberg werden im Vorstand Adrian Kosak und Murat Kaya mitarbeiten. Kosak ist Geschäftsführer der Klein und Kosak GmbH im Gewerbegebiet Dresel, Murat Kaya ein junger Familienvater. Den Versammlungsort fanden sie aufgrund von Abstimmungsproblemen erst gestern Abend: Die Gründungsversammlung soll bei Thuns im Dorfkrug in Kleinhammer stattfinden. 

Der Berufsschullehrer hatte nach fünf Jahren Ratsarbeit für die konservativen Bürgerlichen die WBG verlassen und war in den Grünen-Kreisverband eingetreten. Sein Ratsmandat hatte er als Parteiloser behalten. Jetzt hat er offensichtlich eine ausreichend große Mannschaft zusammenbekommen, dass ein Grünen-Ortsverband in einer öffentlichen Versammlung gegründet werden kann. 

Zuletzt war es still um mögliche Gründung geworden

Seit der Ankündigung war es ruhig geworden um die mögliche Grünen-Gründung. Erst auf Nachfrage der Redaktion konnte Oßenberg den Termin für die Versammlung bestätigen – weniger als eine Woche vor dem Termin. „Das ist keine Geheimniskrämerei, sondern wir wollen uns sicher sein, das alles klappt“, entgegnete Oßenberg auf die Frage, ob nicht möglichst früh möglichst viele Interessierte zu so einer Versammlung eingeladen werden sollten. 

Oßenberg, Kosak und Kaya wollten erst alles im grünen Bereich haben, um möglichst ohne Panne eine einwandfreie Gründungsversammlung durchführen zu können. Es sei schließlich nicht nur damit getan, so Oßenberg, Gleichgesinnte zu finden, sondern man müsse außerdem einen belastbaren Satzungsentwurf und mögliche inhaltliche Ziele vorweisen können. Von daher sei er zurückhaltend gewesen, was ein öffentliches Werben um Grünen-Interessenten angehe. „Ich wollte nicht vorher über ungelegte Eier reden, wir wollten etwas vorweisen können, wenn wir zur Versammlung einladen“, sagte Oßenberg. Ein bereits für den 19. November vorgesehener Gründungstermin musste aus Krankheitsgründen verschoben werden. 

Grünen wollen kein "Weiter so"

In der am Donnerstagabend übermittelten Einladung zur Gründungssitzung heißt es: „Gerade in Zeiten von Klimawandel, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen darf es, auch auf kommunaler Ebene, kein ,Weiter so’ geben!“ 

Dienstag um 19 Uhr wird ein Sprecher der Kreis-Grünen die Gäste begrüßen, nach einer Vorstellungsrunde sollen Beschlüsse zur Gründung und zur Satzung gefasst werden. Nach den Vorstandswahlen soll das weitere Vorgehen diskutiert werden. 

Zwölf-Punkte-Programm vorgelegt

Inhaltlich haben Oßenberg, Kosak und Kaya zwölf Punkte vorgelegt: Schaffung einer Plattform für junge Ideen und junge Politik; Schaffung ökologischer, flexibler, bezahlbarer Mobilität; Städtische Energiewende einleiten; Natur erhalten/Flächenfraß verhindern; Interkommunale Zusammenarbeit ausweiten, Ressourcen bündeln; Stärkung von Vereinsleben, Sport und Kultur; Strukturwandel einleiten; Aufwertung und Stärkung der städtischen Außenbezirke; Zügige Fertigstellung des Lenneradwegs und Planungsbeginn für einen Verseradweg zur Kreisstadt Lüdenscheid; Kampf den Müllbergen durch Einwegverpackungen; Nichtraucherschutz und Sauberkeit an Bushaltestellen und auf Sport- und Spielplätzen durchsetzen; Deutsch als Schlüssel zur Gesellschaft und Integration.

Kontakt: Volker Oßenberg ist unter Tel. 0151/59000463 zu erreichen.

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