Wunsch nach besserem Wegenetz

Gründung einer ADFC-Ortsgruppe: Radverkehr soll gestärkt werden

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Werdohl/Plettenberg – Eine Stimme für Radfahrer: Nachdem sich Anfang des Jahres schon eine Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs in Plettenberg gegründet hat, steht eine Werdohler Ortsgruppe in den Startlöchern.

Geht es nach dem Plettenberger Ortsgruppensprecher Sebastian Rittner, soll es schon in den nächsten Wochen losgehen. Ganz oben auf der Agenda steht der Wunsch nach einem besseren Radwegenetz. 

Ein großes Anliegen wird den beiden Gruppen da natürlich das fehlende Stück Radweg zwischen Werdohl und Plettenberg an der Bundesstraße 236 sein, hieß am Freitag bei einer Versammlung im Plettenberger Café K16. Der Lückenschluss scheiterte bislang, weil sich der Landesbetrieb Straßen.NRW und die Obere Wasserbehörde nicht auf eine Variante einigen können. Nun könne man von beiden Seiten Druck machen und das Geschehen im Auge behalten, so Friedrich Hattendorf, der die Gründung der neuen Gruppe als Werdohler nach vorne bringen will. Diesen oder nächsten Monat soll es soweit sein. 

ADFC-Ortsgruppe: Einige Mitglieder werden wechseln

„Die genauen Details sprechen wir noch ab“, erklärte Hattendorf im Gespräch mit der Redaktion. Alle Radbegeisterten seien eingeladen, zum Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) zu kommen. Auch werden einige Mitglieder aus der Plettenberger Gruppe in die dann neue Gruppe wechseln. Weitere Infos wollen die ADFC-Mitglieder noch bekannt geben. 

Die Gründung einer Werdohler ADFC-Ortsgruppe wurde jetzt bei einem Treffen in Plettenberg im Café K16 vorbereitet.

Rittner verwies darauf, dass der ADFC dann mit Gruppen in Plettenberg, Werdohl und Iserlohn noch besser aufgestellt sei. Verbinden würde alle der Wunsch nach einem durchgängigen Radweg, der an der Lenne entlang bis zur Mündung in die Ruhr (Hagen) führt. „Das ist so aufwendig, wie wenn man eine Autobahn baut“, verdeutlichte Rittner mit Blick auf Grundstücke, Naturschutz und weitere Dinge, die geklärt werden müssten. 

Fahrradpäckchen stark nachgefragt

Reißenden Absatz finden weiterhin die Fahrradpäckchen der Plettenberger ADFC-Gruppe, in denen sich Info-Flyer und Karten für Touren in der Umgebung finden. 100 dieser Päckchen wurden kürzlich auch in Werdohl verteilt, erklärte Rittner. 

Ganz neu gedruckt hat die Plettenberger KulTour GmbH die Packlisten für den Radurlaub mit dem Mountainbike oder dem Tourenrad, die der ADFC zusammen mit der Herscheider Gruppe Bike MK zusammengestellt hat. Erhältlich sind diese unter anderem in der Geschäftsstelle der KulTour GmbH. Bald soll es vom ADFC auch einen neuen Flyer geben, der die momentan gut 30-köpfige Gruppe aus Plettenberg vorstellt.

Wie fahrrad-freundlich sind Werdohl und Plettenberg? Diese Frage will der ADFC klären und hat Fragebögen vorbereitet. 50 müssen ausgefüllt werden, damit es eine eigene Auswertung für die Stadt Plettenberg gibt. Plettenbergs Ortsgruppensprecher Sebastian Rittner rief beim Ortsgruppen-Treffen am Freitag alle Radfahrer auf, an diesem Fahrradklima-Test teilzunehmen. 27 Fragen müssen beantwortet werden, beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet oder ob sich das Radfahren vor Ort sicher anfühlt. Die Umfrage läuft noch bis zum 30. November und ist online zu finden unter www.fahrradklima-test.adfc.de. Der Fragebogen kann auch für Werdohl ausgefüllt werden. Bei 50 Teilnehmern, gibt es auch eine stadtspezifische Auswertung für Werdohl.

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