Grünabfall zum Riesei

Noch ist das Tor zum Gelände unterhalb des Hallenbades geschlossen.

WERDOHL ▪ Eitel Freude und Zufriedenheit gab es letztlich bei den Ratsfraktionen von CDU, SPD und WBG. Im Interesse des Bürgers wird der vor rund drei Jahren geschlossene Grünabfall-Platz unterhalb des Hallenbades auf dem Riesei wieder eröffnet. Allerdings muss jeder Gebührenzahler dann pro Jahr 1,07 Euro mehr für die Abfallbeseitigung auf den Tisch legen.

Lediglich Werdohls Liberale stimmten gegen diese Lösung, weil die derzeitige Situation nach ihrer Ansicht ausreiche. Jürgen Neumann argumentierte, mit der neuen Regelung werde die Mehrheit auf Kosten einer Minderheit belastet.

Der in der Amtszeit des Ex-Bürgermeisters Jörg Bora wegen einer Einsparung von 15 000 Euro aus Kostentgründen „platt gemachte“ (so WBG-Fraktionschef Mertens am 10. Juni in der Mitgliederversammlung) Grünabfall-Platz unterhalb des Hallenbades auf dem Riesei soll nun mit zehn Containern bestückt und mit zehn Öffnungsstunden pro Woche wieder in Betrieb genommen werden – laut Beschlusslage montags und mittwochs von 16 bis 19 und samstags von 12 bis 18 Uhr.

Durch diesen Containerplatz fallen jährlich Mehrkosten in Höhe von 20 450 Euro an. Die Container-Miete schlägt dabei mit 3 800, die Platzmiete mit 7 650 Euro zu Buche und die Personalkosten (Ein-Euro-Kräfte können nicht eingesetzt werden) sind mit 9 000 Euro angegeben. Die Gesamtsumme führt zu der eingangs erwähnten Mehrbelastung für jeden Gebührenzahler. Einmalig müssen zu Beginn noch 2 000 Euro für die Errichtung eines Unterstandes ausgegeben werden, der dem jeweiligen Mitarbeiter Schutz bieten soll.

Diskussionsbedarf gab es im Rat zur Platzmiete, zumal nicht das gesamte Gelände für die Grünabfall-Entsorgung in Anspruch genommen werde. So regte CDU-Ratsherr Christoph Plaßmann an, nochmals in Verhandlungen mit den Bäderbetrieben einzutreten, weil er das Gefühl habe, dass der Preis noch nicht endgültig feststehe.

Mit dem Argument, dass der Bürger möglichst wenig Gebühren zahlen will, hatte SPD-Fraktionschef Cornelius Böttcher zwar dafür plädiert, den Riesei wieder zu öffnen, dafür aber die Container-Standorte Eveking und Ütterlingsen zu schließen. Mit dieser Variante konnten sich die Sozialdemokraten allerdings nicht durchsetzen, so dass letztlich auch sie dem weitergehenden Beschlussvorschlag zustimmten.

Wann der Platz eingerichtet wird, wurde nicht gesagt.

Rainer Kanbach

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