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Großes Unternehmen im MK: Wohnraum für 57 Menschen aus der Ukraine gemietet

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Von: Volker Heyn

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Diese ehemaligen Werkswohnungen von VDM im Kleff in Altena stehen seit vielen Jahren leer. Jetzt renoviert das Unternehmen das Gebäude, um darin aus der Ukraine geflüchtete Menschen unterzubringen.
Diese ehemaligen Werkswohnungen von VDM im Kleff in Altena stehen seit vielen Jahren leer. Jetzt renoviert das Unternehmen das Gebäude, um darin aus der Ukraine geflüchtete Menschen unterzubringen. © Bender, Thomas

Ein großes Unternehmen im MK hat Wohnraum für 57 Menschen aus der Ukraine gemietet. Das sind die Beweggründe für diesen Schritt.

Werdohl/Altena/Neuenrade – VDM Metals stellt in enger Abstimmung mit den lokalen Behörden kurzfristig Wohnraum in Werdohl, Altena und Neuenrade für insgesamt 57 Geflüchtete aus der Ukraine bereit. Wie Unternehmenssprecher Philipp Verbnik mitteilte, möchte das Unternehmen auf diese Weise den Menschen helfen und einen Beitrag zur Linderung der Kriegsfolgen leisten.

„Acerinox hat sich durch den Beitritt zum UN Global Compact und gemäß des konzerneigenen Leitbildes nachhaltigem Handeln verschrieben – in ökonomischer, ökologischer und auch sozialer Hinsicht”, erklärt Bernardo Vélazquez, Vorstandsvorsitzender von Acerinox und als Eigner damit auch Aufsichtsratsvorsitzender von VDM Metals. Vor diesem Hintergrund stellt das Unternehmen seine Sichtweise unmissverständlich dar: Durch die völkerrechtswidrige Invasion Russlands in die Ukraine befinden sich mittlerweile mehrere Millionen Menschen auf der Flucht. Zum Teil flüchten die Menschen innerhalb der Ukraine aus schwer umkämpften Landesteilen in weniger betroffene Gebiete, zum Teil fliehen sie in andere Länder. Auch in Deutschland kommen immer mehr Menschen aus der Ukraine an.

Wir möchten durch die Zurverfügungstellung von Unterkünften einen Beitrag zur Linderung der Kriegsfolgen leisten.

Dr. Niclas Müller, Geschäftsführer VDM Metals

Weil VDM Metals seiner gesellschaftlichen Verpflichtung als Unternehmen nachkommen werde, so Unternehmenssprecher Verbnik, habe die Geschäftsführung entschieden, kurzfristig Wohnraum für insgesamt 57 Menschen in Werdohl, Altena und Neuenrade über die örtlichen Wohnungsbaugesellschaften anzumieten. Die unterschiedlich großen Wohnungen werden von den zuständigen lokalen Behörden an die Flüchtlinge vermittelt. Ein Großteil der Wohnungen sei bereits bezogen worden. „Durch persönliche Kontakte habe ich direkten Einblick in die Situation geflüchteter Menschen aus der Ukraine erhalten. Die Dramatik einer solchen Flucht ist für uns kaum nachvollziehbar. Wir möchten durch die Zurverfügungstellung von Unterkünften einen Beitrag zur Linderung der Kriegsfolgen leisten”, so wird Dr. Niclas Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung von VDM Metals, in der Pressemitteilung zitiert.

Die Anmietung von Wohnungen ist für Geschäftsführer Dr. Niclas Müller nur ein Zwischenschritt. VDM verfügt in Altena in direkter Nachbarschhaft zum dortigen Produktionsstandort über mehrere Wohnobjekte in der Straße „Im Kleff“, die seit einigen Jahren leerstehen. Müller berichtet, dass VDM bereits damit begonnen habe, diese Immobilien zu sanieren und instand zu setzen. Mittelfristig sollen sie auch als Wohnraum zur Verfügung gestellt werden.

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