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Großes Fitness-Studio in der Schule

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Von: Carla Witt

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Sie sind stolz und froh, den Werdohler Gesamtschülern ein komplettes Fitness-Studio zur Verfügung stellen zu können: Schulsozialarbeiter Tobias Chylka (l.), Schulleiter Sven Stocks (r.) sowie Axel Weber und Damian Waschkowiak von der Fitness AG.
Sie sind stolz und froh, den Werdohler Gesamtschülern ein komplettes Fitness-Studio zur Verfügung stellen zu können: Schulsozialarbeiter Tobias Chylka (l.), Schulleiter Sven Stocks (r.) sowie Axel Weber und Damian Waschkowiak von der Fitness AG. © WITT

Bankdrücken nach der Mathearbeit? Nach der Deutschklausur im Milon-Zirkel Stress abbauen? An der Werdohler Gesamtschule ist das kein Problem.

Werdohl – In diesem Fitness-Studio würden viele Kraftsportler gerne trainieren: In dem großen Raum an der Werdohler Stadionstraße haben 25 Geräte Platz gefunden; darunter ein kompletter Milon-Zirkel und ein gut ausgestatteter Freihantelbereich. Doch nicht jeder kann sich hier zum Training anmelden: Das neue Werdohler Fitness-Studio steht ausschließlich den Schülern und dem Kollegium der Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) zur Verfügung.

Schulsozialarbeit auf einer anderen Ebene

Schulleiter Sven Stocks und Schulsozialarbeiter Tobias Chylka freuen sich sichtlich, präsentieren zu können, was aus dem kleinen Kraftraum neben dem Freizeitkeller der Schule geworden ist. „Wir haben uns in eine andere Dimension katapultiert. Dieses Fitness-Studio ist für unsere Schule im weiten Umkreis ein echtes Alleinstellungsmerkmal“, unterstreicht Sven Stocks. „Freizeitpädagogische Arbeit ist extrem wichtig und die Resonanz der Schüler ist schon jetzt sehr groß.“ Das kann der Schulsozialarbeiter der AEG nur bestätigen. „Sportpädagogische Arbeit hatte für mich schon immer einen hohen Stellenwert“, erklärt Tobias Chylka. Schon während seiner Zeit als städtischer Jugendpfleger habe er im Kraftraum des Jugend- und Bürgerzentrums sehr gute Erfahrungen in diesem Bereich gemacht. „Man findet dabei einen ganz anderen Zugang zu den Jugendlichen.“

Axel Weber von der Fitness-AG ist begeistert

Dazu kommt noch der gesundheitliche Aspekt. „Hier können sich die Schüler bewegen und überschüssige Energie loswerden“, sagt Axel Weber, der Inhaber der Fitness-AG in Ütterlingsen. Gemeinsam mit seinem Cheftrainer Damian Waschkowiak – er bestand 2009 an der Gesamtschule die Abiturprüfungen – hat er das Schul-Studio in Augenschein genommen. „Ohne das Entgegenkommen von Axel Weber könnten wir unseren Schülern dieses Angebot jetzt nicht machen“, unterstreicht Stocks. Denn der größte Teil der Geräte stammt aus Webers inzwischen geschlossenen Studio an der Bahnhofstraße „Fit und Gesund by Fitness AG“. „Axel Weber hat uns finanziell ein tolles Angebot gemacht“, sagt Stocks.

Training nur unter Aufsicht

Der Milon-Zirkel – dabei handelt es sich um digital vernetzte Geräte, die jeweils mit einer vorprogrammierten Chipkarte gestartet werden, und sich bei jedem Training automatisch auf den Trainierenden und seinen Trainingsplan einstellen – ist das Herzstück des neuen Studios. „Trotzdem wird hier natürlich nur unter Aufsicht trainiert“, betont Tobias Chylka, der seit vielen Jahren selbst Kraftsport bei der Fitness AG betreibt. Für die unteren Jahrgänge ist das Training noch tabu. „Etwa ab 13 oder 14 Jahren können die Schüler ganz langsam loslegen“, sagt Chylka. Auch für die Jüngeren soll aber noch ein weiteres Angebot entstehen: Gleich neben dem Schul-Studio soll zusätzlich ein Box- und Rauf-Raum eingerichtet werden.

Keine Konkurrenz für das Jugendzentrum oder andere Studios

Geöffnet ist das Schul-Studio ausschließlich während der Öffnungszeit der Ganztagsschule, beispielsweise in den Pausen, wenn eine Aufsichtsperson vor Ort ist. „Wir wollen weder in Konkurrenz zu den Angeboten der städtischen Jugendpflege noch zu Axel Weber treten“, betont Chylka. Aufgrund der großen Resonanz werde ein rotierendes System eingeführt. „Für die Schüler ist es ein Privileg, hier trainieren zu dürfen, Wer lernt, sich in diesem Raum an die Regeln zu halten, der lernt auch in diesem Bereich etwas für sein ganzes Leben“, sagt Sven Stocks.

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