Großer Andrang beim Fest der Fatih-Camii-Moschee

Cemir Esmer (l., Vorsitzender der Milli-Görüs-Gemeinde) und sein Amtsvorgänger Iskender Esmer präsentieren den riesiegen Gebetsraum in der Moschee. - Foto. Koll

Werdohl - Deutlich mehr Besucher als erwartet seien zum zweitägigen Wohltätigkeitsfest zur Milli-Görus-Moschee am Wochenende gekommen, bilanzieren Cemir Esmer, Vorsitzender der Gemeinde, und Iskender Esmer, voher zwölf Jahre lang Gemeindevorsitzender. Die Überschüsse des Festes gehen zu großen Teilen an die Opfer des Grubenunglücks in Soma. Der Rest wird für die Vereinsarbeit vor Ort verwandt.

Von Michael Koll

Im strahlenden Sonnenschein flanieren die Menschen über die Hardtstraße, welche der Bürgermeister Werdohls für dieses Wochenende hat sperren lassen. Cemir Esmer, der vor 32 Jahren in der Stadt zwischen Lenne und Verse geboren wurde: „Dafür danken wir dem Stadtoberhaupt sehr.“ Iskender Esmer ergänzt: „Danken möchten wir auch der Firma Vossloh, die unseren Besuchern ihren Parkplatz zur Verfügung stellt.“ Und er betont: „Besucht haben uns auch viele deutsche Mitbürger, die einmal unsere Moschee besichtigen wollten.“ Der Gemeindevorsitzende berichtet: „Wir haben mehr als 300 Nachbarn, Schulen, Kirchen und Vereine schriftlich eingeladen.“

Das Angebot an den Ständen war am Wochenende reichhaltig: Heißgetränke, kühle Erfrischungen, Essen – herzhaft und süß –, Musik, Spielzeuge, Literatur und Kleidung gab es. Und die festlich gekleideten Mädchen und Jungen standen Schlange vor der großen Hüpfburg. Am Samstag trat zudem die Duisburger Tanzgruppe Ravza auf.

280 Mitglieder hat die 1990 gegründete Gemeinde, die ihr Domizil neben der Firma Vossloh vor 13 Jahren auf vier Etagen erbaute. Zum Freitagsgebet kommen seither zwischen 150 und 200 Gläubige. Am Wochenende seien vereinzelt auch Besucher islamischer Gemeinden aus Altena und Neuenrade gekommen.

Iskender Esmer: „Dieses Fest haben wir erstmals so groß und zum ersten Mal über zwei Tage veranstaltet. Aber wir denken bereits daran, es in dieser Form im nächsten Jahr zu wiederholen.“ Der Zuspruch am Wochenende sprach für sich.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare