So große Sonnenfänger gibt es weltweit nur in Werdohl

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Bürgermeisterin Silvia Voßloh nahm gestern von Sparkassen-Vorstand Mike Kernig einen Scheck über 8425,14 Euro entgegen. Die Sparkasse hatte den Eigenanteil der Stadt an der Finanzierung der Sonnenfänger-Installation übernommen. Mit dabei gestern Ideengeberin Jutta Fiebig (r.), Stadtplaner Stefan Groß (3.v.r.) und die beiden Handwerker Wolfgang Betker (l.) und Christian Maus.

Werdohl - Die gelben Plastikscheiben, die der Augsburger Künstler René Hildebrand weltweit unter der Handelsmarke Sonnenfänger (Cazador del sol) vertreibt, gibt es nur in Werdohl in dieser Größe mit einem Durchmesser von 1,50 Meter. Seit drei Wochen stehen die Installationen am Remmelshagen und an der Altenaer Straße, am Dienstag präsentierte Bürgermeisterin Voßloh die Sponsoren.

Mike Kernig von der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis überreichte den symbolischen Scheck über einen Betrag von genau 8425,14 Euro. Die krumme Summe stellt den städtischen Eigenanteil von 20 Prozent an der Summe von rund 42 500 Euro dar, die die komplette Installation gekostet hat. Die Förderung des Projekts erfolgte aus Mitteln der Regionale 2013.

Stadtplaner Stefan Groß sagte am Dienstag, dass die Stadt sehr kurzfristig von der Bezirksregierung informiert worden sei, dass Rückläufermittel für die Sonnenfänger zur Verfügung stehen würden. „Wir mussten dann mit Hilfe der Ideengeberin Jutta Fiebig innerhalb von drei oder vier Wochen einen Förderantrag erstellen“, so Groß. Das sei auch geschehen, wobei Groß betonte, dass die Bezirksregierung dem Werdohler Antrag „sehr wohlwollend“ gegenüber gestanden habe. Andere Projekte zum Thema „künstlerische Installationen im öffentlichen Raum an der Lenne“ seien da schon mehr diskutiert worden.

Der Zuwendungsbescheid habe dann bis Ende September abgerechnet werden müssen, so dass die Installation ganz schnell realisiert werden musste. Am 17. September rückten René Hildebrand, Garten- und Landschaftsbauer Wolfgang Betker und Malermeister Christian Maus an, um die bis zu fünf Meter hohen Edelstahlstäbe aufzustellen. An deren Ende sind am Remmelshagen Sonnenfänger mit bis zu 1,50 Meter Durchmesser angebracht, kleinere Versionen finden sich an der Altenaer Straße. Die Betonsockel seien als Sitzgelegenheiten gedacht, so Stadtplaner Stefan Groß. Die großen Scheiben würden keinesfalls den Blick auf Werdohl verstellen, so Groß, man müsse eben zu den unteren Sitzblöcken gehen und von dort aus die einmalige Aussicht auf die Stadt genießen.

Sparkassen-Vorstand Mike Kernig sagte, dass es seinem Unternehmen „eine große Freude“ gewesen sei, den städtischen Anteil zu übernehmen. Die Region werde dadurch deutlich attraktiver. Und: „Es hilft, dass über die Stadt Werdohl gesprochen wird.“

Von Volker Heyn

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