1000 Hähnchen auf dem Grill im Versetal / Gäste sogar aus Dresden

Darum gab es dann doch noch lange Gesichter beim Hähnchenspektakel

+
1000 Hähnchen brutzelten am Wochenende im Versetal über glühender Holzkohle.

Werdohl - Das Versetaler Hähnchenspektakel litt am Wochenende nicht wirklich unter dem regnerischen Wetter. Aus Nah und Fern kamen die Freunde des gegrillten Federviehs. Trotzdem machten einige Besucher lange Gesichter. Das hatte einen Grund.

Um 11 Uhr am Samstagmorgen standen die Besucher bereits Schlange. Dabei sei der Ansturm eigentlich immer sonntags größer, versicherte Frank Herber, Vorsitzender des Versetaler Schützenvereins. „Samstags kaufen die Leute ein. Und dann ist ja auch die Bundesliga“, weiß der Ober-Griller, der ein T-Shirt mit der natürlich nicht ernst gemeinten Aufschrift „Böhser Hähnchen-Onkel“ trägt.

Herber und seine Schützenfreunde richteten das Hähnchenspektakel am Wochenende zum achten Mal aus. Es kommen dabei stets Mitte Mai stolze 1000 Hähnchen auf den entsprechend groß dimensionierten Grill. 

Dabei kommen die fleißigen Helfer stets ganz schnell ins Schwitzen: „Wir sind also dieses Mal ganz froh, wenn es etwas kühler ist“, versicherte Herber. 

Sein Mitstreiter Michael Grünhagen griff derweil zur Mineralwasserflasche und nahm einen tiefen Schluck. „Dass man mich einmal mit Wasser sieht“, sagte er selbstironisch, schüttelte den Kopf, lacht und trank noch einmal.

Dresdener staunen über Riesengrill

Zwei seiner Freunde waren an diesem Wochenende zum ersten Mal beim Hähnchenspektakel. Peggy und Markus Dombrowsky sind dafür eigens 560 Kilometer gefahren. Aus Dresden reiste das Ehepaar an, um von Freitag bis Montag in Werdohl zu bleiben.

Der Anblick des Riesengrills versetzte sie in Staunen. „So etwas haben wir noch nicht gesehen“, betonte Markus Dombrowsky. Seine Frau pflichtete ihm bei: „Das ist Wahnsinn.“

Kerntemperatur wird gemessen

Grünhagen steckte derweil einen Kerntemperaturmesser in eines der Hähnchen – eine 2019er Neuheit beim Spektakel. Herber erläuterte: „Wir hatten mal einen, der sich beschwerte, die Hähnchen seien noch roh.“ Dann grinste der Ober-Schütze und fuhr fort: „Gegessen hat der aber trotzdem drei Stück.“

Reichlich Auswahl: Die Versetaler Schützenfrauen hatten 50 Kuchen und Torten vorbereitet – die meisten selbstgebackenen –, um auch dem süßen Zahn zu schmeicheln

Im Saal des Schützenheims saßen derweil viele Besucher bei einer Tasse Kaffee. Sie wärmten sich dort auch ein wenig auf. Die Versetaler Schützen boten dazu 50 Kuchen und Torten an. Nachdem die Kuchentheke am Samstagnachmittag vollständig geplündert war, orderten die Versetaler Schützen ihre vorsorglich angelegten eisernen Reserven. „90 Prozent der Kuchen sind selbstgemacht“, erklärte Meike Herber, die gemeinsam mit ihrem Gatten Frank das aktuelle Regentenpaar bildet.

500 Hähnchen wechselten bereits am Samstag den Besitzer. Am Sonntagmittag stand die Schlange der Hungrigen vom Grill bis ins Vereinsheim. Am frühen Nachmittag waren die Hähnchen vorzeitig ausverkauft. Wer zu spät gekommen war, hatte das Nachsehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare