Luther-Grundschule: Freude über neuen Namen

+
Der Schulchor gestaltete die Feier gestern mit mehreren Liedern, die Kinder sangen auch einen Martin Luther-Rap. ▪

WERDOHL ▪ „Martin Luther – durchhalten tut er!“ – Die Kinder des Schulchores gestalteten die Feier in der Turnhalle eigens mit einem Rap über den Mann, nach dem ihre Schule benannt ist. Die Umbenennung der Ütterlingser Grundschule in Städtische Evangelische Martin Luther-Grundschule wurde am Freitag gefeiert.

Während der vergangenen Tage hatten sich die Grundschüler im Rahmen einer Projektwoche mit ihrem Namensgeber beschäftigt. „Wenn die Schule jetzt nach Martin Luther benannt ist, sollten alle Kinder wissen, wer das war“, betonte Schulleiterin Britta Schwarze.

Am Freitag fand daher nach dem Schulgottesdienst in der Christuskirche, der von den dritten Klassen gestaltet wurde und sich mit dem Reformator beschäftigte, eine Feier in der Schule statt. „Jedes Kind hat einen Namen, daher braucht auch eine Schule einen Namen, der sie unverwechselbar macht“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Dirk Middendorf. Die Grundschule habe nun einen Namen, der auch den Bildungsauftrag verdeutliche: Alle Menschen seien hier willkommen, egal ob laut oder leise, klug oder unklug. Die Namensgebung sei in einer Zeit, wo sich Schule im Wandel befinde und über Schulformen diskutiert werde, ein guter und sinnvoller Schritt. Middendorf sprach auch das „Mammutprojekt“ an, das im nächsten Jahr mit der Umgestaltung des Schulhofes bevor steht. So etwas habe es in Werdohl in dieser Form bisher noch nicht gegeben.

Pfarrer Martin Buschhaus, der ebenso wie die Pastöre Dieter Kuhlo-Schöneberg und Dirk Grzegorek anwesend war, beglückwünschte zur Namensgebung, „da die Schule einen Namen übernommen hat, der in Ütterlingsen schon einmal durch das Martin Luther-Haus vertreten war.“ Superintendent Klaus Majoress nannte es eine „mutige Entscheidung“, sich als konfessionelle Schule darzustellen. Luther habe im 16. Jahrhundert gefordert, dass jedes Kind ein Recht auf schulische Ausbildung habe, sagte Majoress und erinnert an eines seiner berühmten Zitate: „Dummheit regiert, wenn Bildung krepiert.“

„Wir wollten nicht mehr nur die Grundschule Ütterlingsen sein, denn unsere Schüler kommen aus dem gesamten Stadtgebiet“, erklärte der Vorsitzende der Schulpflegschaft Volker Ossenberg.

Dass die Kinder ihren Namensgeber inzwischen schon gut kennen, davon konnten sich Eltern und Gäste im Anschluss überzeugen, als sie die Ergebnisse der Projektwoche begutachteten. Zu Luther waren dabei Texte, geschrieben mit Tinte und Gänsekiel entstanden, außerdem Puzzles, Portraits und ein Quiz.

Von Simone Benninghaus

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare