VDM Metals

Größter Arbeitgeber der Stadt feiert 90-jähriges Bestehen

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Das VDM-Metals-Werk in Werdohl.

Werdohl – Vor 90 Jahren, am 13. August 1930, wurden die Vereinigten Deutschen Metallwerke gegründet, der Vorläufer der VDM Metals Group, die mit einem jährlichen Versandvolumen von mehr als 42.000 Tonnen die weltweite Nummer eins im Markt für Nickellegierungen und hochlegierte Sonderedelstähle ist.

„Die VDM hat sich im Laufe ihrer Geschichte mehrmals regelrecht neu erfunden. Nirgendwo sonst trifft das Sprichwort besser zu, dass nichts so beständig ist wie der Wandel. Die Weiterentwicklung von VDM Metals zeigt einmal mehr die Anpassungsfähigkeit des Unternehmens und macht uns stolz auf den Erfolg der letzten Jahre“, erklärt Dr. Niclas Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung von VDM Metals. 

VDM ist 1930 aus der Übernahme der Heddernheimer Kupferwerk und Süddeutsche Kabelwerke GmbH durch die Berg-Heckmann-Selve AG entstanden. Beide Gesellschaften hatten sich aufgrund wirtschaftlicher Zwänge zusammengetan und brachten verschiedene Werke in das neue Unternehmen ein – so verfügte VDM zu Beginn über Standorte in Frankfurt, Mannheim, Gustavsburg (Mainz), Nürnberg, Köln, Aschaffenburg, Duisburg, Altena und Werdohl. 

Fokussierung auf Nickellegierungen

Zur Produktpalette zählten insbesondere verschiedene Aluminium-, Kupfer-, und Messinglegierungen, die in diversen Formen und Abmessungen angeboten wurden. Die Fokussierung auf Nickellegierungen, für die die Marke VDM heute steht, erfolgte erst ab den 1970er-Jahren. 

Das Freiformschmieden, ein Foto aus der Anfangszeit der Vereinigten Deutschen Metallwerke.

Im Laufe ihrer Geschichte veränderte sich nicht nur das Herstellprogramm, sondern auch die Unternehmensstruktur. So trennte sich VDM bis Mitte der 1980er-Jahre von zahlreichen der ursprünglichen Standorte. Es wurden beispielsweise die Werke in Köln (1969), Frankfurt (1982) oder Duisburg (1984) stillgelegt, die Produktionsstätten in Wiesbaden (1970) und Nürnberg (1982) veräußert. 

Rund 700 Mitarbeiter in Werdohl

In Werdohl ist VDM Metals mit rund 700 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber der Stadt. Von den heute noch in Betrieb befindlichen Werken ist das Werk Werdohl das älteste. Es ging 1860 in den Besitz der Firma Kugel und Berg, eines Vorgängerunternehmens der Berg-Heckmann-Selve AG, über. 

Auch das Werk Altena ist schon sehr lange im Besitz der VDM beziehungsweise ihrer Vorgängerunternehmen. 1883 erwarb Gustav Selve, damals Alleininhaber der Firma Basse & Selve, die frühere Königliche Schleif- und Scheuermühle am Linscheid. In beiden Städten gab es einst eine Vielzahl weiterer Standorte – Wilhelmsthal, Eveking und Bärenstein in Werdohl, Schwarzenstein und Hünengraben in Altena. Zusammen mit allen übrigen Produktionsstätten, die 1930 in die VDM eingebracht wurden, wurden sie im Laufe der Jahre geschlossen oder veräußert.

Im vergangenen Jahr wurde die VDM Metals Group für einen dreistelligen Millionenbetrag an die spanische Acerinox Aktiengesellschaft verkauft. Im März 2020 gaben dann auch die Wettbewerbsbehörden grünes Licht für diesen Deal.

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