Sportstättengebühr sorgt für Diskussion

WERDOH ▪ Michael Grabs, Fachbereichsleiter bei der Stadtverwaltung, hat die geplante Beitragserhöhung der HSV kommentiert. Während der Sportausschusssitzung am Montag gab es besorgte Nachfragen seitens der Fraktionen, wie denn die im Rahmen des Sparpaketes geplante Sportstättenbenutzungsgebühr ausfallen werde.

Von Volker Heyn

Michael Grabs als oberster Vertreter der Verwaltung im Sportausschuss erklärte, dass noch nichts weiter besprochen worden sei. Zahlen nannte er nicht. „Wir haben noch ein Jahr Zeit, um die Sportstättenbenutzungsgebühr auszuarbeiten.“ Die Gebühr solle erst Ende 2013 in Kraft treten und könne möglicherweise auch erst 2014 abgerechnet werden.

Grabs bezog sich auf die Werdohler Handballspielvereinigung und deren Vorsitzenden Detlef Stägert, der für die Jahreshauptversammlung in diesem Monat eine Beitragserhöhung angekündigt hatte. Stägert hatte für seinen Vorstand erklärt, dass sich die HSV im Sinne eines guten wirtschaftlichen Fortbestehens des Vereins verpflichtet sehe, schon jetzt auf die Sportstättengebühr zu reagieren.

Michael Grabs zeigte dafür in der Sportausschusssitzung wenig Verständnis. Er vermutete, dass Vereine, die „jetzt schon die Beiträge erhöhen“, wohl noch andere Gründe für die Beitragsanpassung hätten. Grabs: „Ich weiß nicht, ob das der einzige Grund ist.“

Thomas Schröder vom Immobilienmanagement der Stadt sprach davon, dass in 2013 nur etwa 5000 Euro Gebühreneinnahmen angesetzt seien: „2014 wird es dicker kommen.“

Ausschussvorsitzende Heike Mertens (WBG) zeigte Verständnis. Gerade kleine Vereine ohne Einnahmen müssten jetzt schon vorplanen. Wilhelm Jansen (SPD) vermutete, dass Vereine zukünftig Ansprüche an die Hallenqualität stellten, wenn sie dafür bezahlen müssten. Der Ausschuss wolle jedenfalls keine Entscheidung auf die Schnelle. Grabs sagte zu, dass die Verwaltung die Sportstättengebühr „in aller Ruhe“ beraten wolle.

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