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„Gott und mein 40-Tonner“: Lesung mit Helga Blohm zum Buchladen-Jubiläum

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Von: Kerstin Zacharias

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Nach wie vor ist die Christliche Bücherstube ein fester Bestandteil des Werdohler Einzelhandels.
Nach wie vor ist die Christliche Bücherstube ein fester Bestandteil des Werdohler Einzelhandels. © Sonntag

Sie ist ein fester Bestandteil des Werdohler Einzelhandels, hat sich nach anfänglicher Skepsis etabliert und steht mit ihren Ehrenamtlern den Werdohlern bei Fragen des Glaubens und Lebens zur Seite: Am 4. November 1982, also vor genau 40 Jahren, wurde in der Neustadtstraße 12 die Christliche Bücherstube eröffnet. Und dies soll im Rahmen von vier Jubiläumstagen in der kommenden Woche entsprechend gefeiert werden.

Werdohl ‒ Möglich wurde die Bücherstubenarbeit – seit mittlerweile 22 Jahren in der Neustadtstraße 4 ansässig – nur, weil sich damals 16 Ehrenamtliche fanden, die Freude daran hatten, diese Arbeit zu unterstützen. Ein Anliegen war es unter anderem, dass Bibeln, christliche Literatur und christliche Bücher Verbreitung finden konnten. Nach anfänglicher Skepsis der Nachbarläden, ob ein Geschäft mit ehrenamtlichen Mitarbeitern aufrecht erhalten werden könne, verstummten die Bedenken nach und nach. Die Bücherstube etablierte sich. Nach wie vor ist es den Mitarbeitern ein großes Anliegen als Ansprechpartner und gute Zuhörer für die Werdohler da zu sein.

„Zeitweilig ist es zwar coronabedingt etwas schwieriger geworden – auch wir mussten das Geschäft vorübergehend schließen –, aber wir sind dankbar für die Unterstützung seitens unserer teils langjährigen Kunden und freuen uns darüber, dass auch immer wieder neue Kunden bei uns hereinschauen“, erklärt Heinz-Werner Sonntag.

Das ist nicht selbstverständlich im digitalen Zeitalter, aber viele schauen auch mal gerne etwas intensiver in ein Buch hinein oder genießen es, in das Angebot von Musikproduktionen hinein zu hören.“ Auch die Geschenkartikel fänden ihre Liebhaber – ebenso Karten zu verschiedenen Anlässen sowie Kalender.

In Zeiten der vielen Geschäftsschließungen sei es den Verantwortlichen ein Anliegen, nach Möglichkeit auch weiterhin ein fester Bestandteil des Werdohler Einzelhandels zu bleiben. „Mittlerweile sind wir das einzige Buchgeschäft in der Stadt und haben uns deshalb entschlossen, auch Schulbücher und diverse andere Bücher in unserem Laden anzubieten“, heißt es weiter.

Nach zwei Pandemie-Jahren, in denen auch das beliebtes Candlelight-Shopping ausfallen musste, ist das Team nun dankbar, im Jubiläumsjahr wieder mit den Kunden feiern zu dürfen. Anlässlich der Festwoche vom 2. bis 5. November haben sich die Verantwortlichen einige Besonderheiten überlegt: Neben einer Stadtrallye für alle sowie einem gemeinsamen Frühstück am Samstagmorgen, 5. November, wird es einen Tag zuvor in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Werdohl eine Autorenlesung mit der ehemaligen Fernfahrerin Helga Blohm geben.

Rechtsanwaltsgehilfin erfüllt sich einen Traum

Die gelernte Rechtsanwaltsgehilfin erfüllte sie sich im Jahr 1989 einen Traum und wurde Fernfahrerin. Mit einem 40-Tonner war sie fast fünf Jahre in ganz Europa unterwegs, gab ihren Bürojob mit Mitte 30 auf. Über die anfänglichen Schwierigkeiten, als Berufsanfängerin und Frau, abenteuerliche und brenzlige Situationen unterwegs, aber auch große Kameradschaft unter den Kollegen und das Staunen über Gottes schöne Schöpfung – davon erzählt Helga Blohm in ihrem Buch „Gott und mein 40 -Tonner“. Die Aufzeichnungen sind eine Mischung aus Reiseberichten, knallhartem Lkw- Fahrer-Alltag und Erfahrungen mit Gott.

In ihrem Roman habe Blohm ihre persönliche Erfahrungen mit scheinbar ausweglosen Situationen verarbeitet, die aus der Perspektive des christlichen Glaubens ihren Schrecken verloren haben. Der Eintritt zu der Lesung am 4. November um 19.30 Uhr im Fritz-Thomée-Platz 6 ist frei, jedoch freuen sich die Organisatoren über eine Spende zur Deckung der Kosten.

„Die Mitarbeiter der Bücherstube freuen sich über jeden, der zur Tür hinein kommt, sei es auch nur für einen kurzen Gruß, und dadurch die Verbundenheit mit uns bekundet.“

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