Goldener Meisterbrief für Klaus Middendorf

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Klaus Middendorf hat seinen Goldenen Meisterbrief bekommen. Sohn Dirk zählt auf die Erfahrung seines Vaters.

Werdohl - Vor 50 Jahren bekam der Elektromaschinenbauer Klaus Middendorf seinen Meisterbrief. Noch heute ist der 80-Jährige in seinem Familienunternehmen Meschede & Co. aktiv. Im Rahmen einer Feierstunde wurde der Werdohler von der Handwerkskammer Arnsberg für sein goldenes Meisterjubiläum geehrt.

Nachdem er im Jahr 1949 die Realschule abgeschlossen hatte, absolvierte Klaus Middendorf erst eine Schlosserlehre, dann eine Ausbildung zum Elektromaschinenbauer. Bevor er sich im Jahr 1963 an der Meisterschule in Oldenburg anmeldete, sammelte er erst einmal Berufserfahrung in verschiedenen Betrieben, unter anderem im Familienunternehmen seines Vaters Hermann Middendorf.

In den Familienbetrieb kehrte er auch im Februar 1964 zurück, nachdem er im Januar seinen Meisterbrief erhalten hatte. „Wir hatten schon einen älteren Meister im Unternehmen“, erzählt Klaus Middendorf. Diesen zu entlassen, weil er als Sohn jetzt eingestiegen war, habe für seinen Vater nicht zur Debatte gestanden. „Ich habe deshalb vor allem unser Kundengeschäft ausgebaut.“ Bis dahin hatte das Familienunternehmen Motoren nur geliefert. Den Aufbau und Reparaturen bei den Kunden, zu denen zum Beispiel Steinbrüche in der Umgebung gehörten, übernahmen Dritte. Das wollten Hermann und Klaus Middendorf ändern und sie verstärkten durch mehr Kundenservice diesen Betriebszweig.

Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1970 übernahm Klaus Middendorf die Geschäftsführung des Familienbetriebes. 25 Jahre später gab er diese an seinen Sohn Dirk weiter. Klaus Middendorf zog sich aber nicht ganz aus dem Unternehmen zurück, vor allem in der Werkstatt arbeitet er heute noch mit. „Die Berufserfahrung ist unersetzlich und die Firma ist froh, darauf zurückgreifen zu können“, sagt Dirk Middendorf.

Zu seinen Mitschülern aus der Meisterschule hat Klaus Middendorf noch Kontakt: Einmal im Jahr trifft sich der „harte Kern“, reihum bei einem der 14 Meister. Ein paarmal reisten die Männer gemeinsam mit ihren Partnerinnen sogar in die Schweiz zu einem der ehemaligen Mitschüler. „Früher hatten wir nur eine Übernachtung“, erinnert sich Klaus Middendorf. „Inzwischen bleiben wir vier Tage lang zusammen, weil fast alle schon Rentner sind.“ - cra

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