Gold für Trophäen geht an Mark und Gisbert Weber

Forstamtmann Klaus Kermes erklärte auch die Bewertungskriterien für die Rehgehörne und Keilerwaffen.

NEUENRADE - Einen „goldenen“ Abend feierte am Freitag Familie Weber. Die mit Spannung erwartete Bewertung der Rehgehörne und Keilerwaffen, die im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Hegerings Werdohl-Neuenrade im gut besuchten Kaisergarten veröffentlicht wurde, dominierten Gisbert und Mark Weber. Sie platzierten ihre Trophäen jeweils auf den ersten Plätzen.

Mit mehr als 90 Punkten bildete das Rehgehörn von Gisbert Weber die Speerspitze der umfangreichen Ausstellung. Im August 2012 hatte Weber das vierjährige Tier im Revier Giebel zur Strecke gebracht und erntete vom Forstamtmann Klaus Kermes Bestnoten für das Stück. Silber ging in dieser Kategorie an Stefan Schulte, Bronze an Ingo Wilmes.

Mark Weber erhielt für die sogenannten Keilerwaffen, die mächtigen Eckzähne des Schwarzwildes, 86,1 Punkte von der Jury und führte damit das Klassement der erfolgreichen Wildschweinjäger an. Auch ihm war das sechsjährige Prachtexemplar im Revier Giebel vor die Flinte gelaufen. Bernhard Heynck freute sich über Silber, Helmut Eick belegte den Bronzerang.

Forstamtmann Kermes stellte nicht nur die Ergebnisse vor, er gab auch praktische Tipps für die Jagd und ging detailliert auf die Bewertungskriterien ein. Anhand von Beispielen sprach er mit Blick auf die Rehgehörne unter anderem Färbung, Rosenausbildung, Perlung, Auslage und die Güte der Endenspitzen an.

Zudem stellte er die Bilanz für das zurückliegende Jagdjahr vor und nahm Bezug auf den dreijährigen Abschlussplan, der für Rehwild ausgegeben worden war: 1111 Stück Rehwild sollten in den Saisons 2010/2011, 2011/2012 und 2012/2013 erlegt werden. Die Bilanz würde von Jahr zu Jahr Schwankungen unterliegen. Am Ende hätten die heimischen Jäger mit 1115 Stück aber eine Punktlandung vorzuweisen, lobte er die anwesenden Mitglieder.

Hegeringsleiter Jörg Sommer sprach in seinem Jahresabschlussbericht auch überregionale Themen an: Die Novellierung des Jagdgesetzes, die Einführung bleifreier Büchsenmunition, die Jagdsteuer und ein Marketingkonzept für Wildbretvermarktung lauteten die Themen.

Zudem informierte Sommer die Versammlung über eine geplante Nisthilfen-Aktion: Im Bereich zwischen dem Schwarzen Kreuz und der Borke sollen entlang des Waldlehrpfades 15 Nistkästen montiert werden.

Anschließend nahm er Bezug auf die Bläsergruppe. Dort hat sich ein Wechsel an der Spitze vollzogen. Rainer Niggemann übernahm die Leitung der Gruppe von Gerd Henke, der das Zepter damit wie angekündigt an einen Nachfolger übergab.

Die Ehrung, die Henke für seine längjährige Tätigkeit als Obmann für das Schießwesen und Bläsergruppenleiter erhalten wird, soll im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Märkischen Kreisjägerschaft stattfinden.

Sommer zeichnete derweil drei langjährige Hegeringsmitglieder aus: Erich Stievermann (50 Jahre) sowie Peter Colsmann und Robert Luke (jeweils 40 Jahre) bekamen Urkunden und Anstecknadeln ausgehändigt. Außerdem erhielt Schatzmeister Frank Tittel die Verdienstnadel des Landesjagdverbandes in Bronze. Dass Tittel wenige Momente später einstimmig im Amt bestätigt wurde, kam einer Formalie gleich.

Von Markus Jentzsch

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