Nach Überschwemmung

Goethe-Spielplatz: Sperrung soll bald enden

Der Spielplatz an der Goethestraße ist auch einen Monat nach dem Hochwasser aus Sicherheitsgründen noch gesperrt. Jetzt bahnt sich aber offensichtlich ein Ende dieser Maßnahme an.
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Der Spielplatz an der Goethestraße ist auch einen Monat nach dem Hochwasser aus Sicherheitsgründen noch gesperrt. Jetzt bahnt sich aber offensichtlich ein Ende dieser Maßnahme an.

Große Teil des Spielplatzes und das Beachvolleyball-Feld an der Goethestraße sind nach der Flut, die das Unwetter vom 14./15. Juli ausgelöst hat, immer noch gesperrt. Das soll sich aber nun bald ändern.

Aufgrund einer eventuellen Kontamination des Sandes seien die Anlagen derzeit gesperrt, ist auf Schildern nachzulesen, die die Stadt Werdohl rund um die große Spielfläche und um das Beachvolleyball-Feld hat anbringen lassen. Die Nutzungsmöglichkeit des größten Spielplatzes im Stadtgebiet, der bei schönem Wetter viele Familien mit Kindern anzieht, ist dadurch stark eingeschränkt. Spielen können Kinder derzeit nur auf dem Wasserspielplatz, den die Stadt zur Nutzung freigegeben hat. Ansonsten stehen die meisten Spielgeräte aufgrund der Absperrungen derzeit nicht zur Verfügung.

Es sei nicht klar, welche Giftstoffe und vielleicht gefährlichen Gegenstände wie Scherben die Lenne mit dem Hochwasser Mitte Juli vielleicht in den Spielplatzsand geschwemmt habe, verteidigte Michael Tauscher, im Rathaus für die städtischen Spielplätze zuständig, die Sperrung. „Das ist sehr ärgerlich – auch, weil wir den kompletten Sand ja erst ein paar Wochen vor dem Hochwasser getauscht hatten“, sagte er. Aus hygienischen Gründen wird der Sand auf den städtischen Spielplätzen jährlich ausgewechselt.

Reinigung zieht sich hin

Dass sich die Spielplatz-Sperrung nach dem Hochwasser nun schon vier Wochen hinzieht, erklärte Martin Hempel, Leiter des städtischen Baubetriebshofes, damit, dass Unternehmen, die den Sand reinigen könnten, derzeit schwer zu bekommen seien. Denn die Stadt wolle den Sand nicht etwa austauschen, sondern maschinell reinigen lassen. Wann genau das erfolgen soll, konnte Hempel nicht sagen. Sein Kollege Tauscher sprach allerdings davon, dass die Reinigung in der nächsten Woche erfolgen solle.

Am aufgeschütteten Lennestrand, nur einen Steinwurf vom Spielplatz entfernt, ging die Erneuerung schneller. Rund 100 Tonnen neuer Sand wurden dort schon eine Woche nach dem Hochwasser angeliefert und verteilt. Dieser Sand hätte nach Tauschers Einschätzung auch für den Spielplatz verwendet werden können. Dem widersprach allerdings Hempel: Der am Lenneufer aufgeschüttete Sand sei feiner als Spielplatzsand. Auch sei ja für den Spielplatz eine Reinigung des gerade erst erneuerten Sandes geplant, erinnerte er. „Ein Austausch wäre auch aus personellen Gründen derzeit gar nicht möglich“, deutete Hempel an, dass es beim Baubetriebshof gerade eine hohe Arbeitsbelastung gebe.

Auch der Bolzplatz hat Schaden genommen

Auch der neben dem Spielplatz gelegene Bolzplatz hat durch das Hochwasser Schaden genommen. Es seien Fundamente der Torpfosten freigespült worden, berichtete Tauscher. Allerdings solle das Spielfeld jetzt ohnehin etwas verlagert werden. „Es wird verkleinert und etwas in Richtung Goethestraße verschoben“, gab Tauscher Einblick in die Planungen. Dann sollen auch neue, etwas kleinere Tore aufgestellt werden. Die Idee, das DFB-Kunstrasenspielfeld von der Königsburg an die Goethestraße zu verlagern scheint damit erst einmal vom Tisch zu sein.

Schäden hat das Hochwasser übrigens nicht nur auf dem Spielplatz an der Goethestraße, sondern auch auf anderen Spielplätzen angerichtet, zum Beispiel an der katholischen St.-Michael-Grundschule. Dort sei der Fallschutz unter der Hangrutsche beschädigt worden, berichtete Tauscher.

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