Der Goethe-Parkplatz bleibt unangetastet

Das ist nur eine schöne Idee: Der Goethe-Parkplatz bleibt beim Stadtumbau unangetastet.

WERDOHL ▪ Die Aufregung und Empörung der vergangenen Tage über den möglichen Wegfall des Goethe-Parkplatzes ist völlig unbegründet. Der Parkplatz und das Lenneufer bleiben trotz der fantasievollen Wettbewerbsideen unangetastet. Bürgermeister Siegfried Griebsch sagte beim Redaktionsbesuch: „Uns ist erst am Dienstag so richtig bewusst geworden, dass wir bei dem Wettbewerb einen Realisierungsteil und einen Ideenteil haben.“

Nach dem Monate dauernden Prozess des Wettbewerbs ist jetzt gerade einmal zweieinhalb Wochen vor der entscheidenen Sitzung den meisten Ratsleuten klar geworden, dass die Entwürfe für das komplette Areal an der Lenne lediglich schöne Ideen sind. Realisiert werden von den insgesamt 1,2 Millionen Euro Fördermitteln ausschließlich der Umbau der Brüninghaus-Platzes und des Ludwig-Grimm-Parks samt der dazwischen liegenden Freiheitstraße sowie eine Zuwegung am WK entlang zur Lenne. Die plakativen Ansichten von Holzbuhnen, auf denen Menschen an der Lenne sitzen, gehören zum so genannten Ideenteil.

Während am Montag im Rat noch alle Fraktionen große Probleme hatten, wie mit den Ergebnissen des freiraumplanerischen Wettberbs „Brüninghaus-Platz / Werdohl an die Lenne“ umzugehen ist, sprachen alle vier Fraktionsvorsitzenden am Mittwoch von einer klärenden Sitzung am Dienstag.

Der Darstellung der Fraktionen und von Bürgermeister Griebsch, der Unterschied zwischen Idee- und Realisationsbereich sei ihnen nicht so bewusst oder gar unbekannt gewesen, widersprach Projektleiter und Stadtplaner Marco Eissing vom Dortmunder Büro plan lokal.

Bereits bei der Preisrichtervorbesprechung am 4. September in Werdohl sei erstmals die Unterscheidung zwischen „Ideenbereich“ und „Realisierungsbereich“ getroffen worden. Besprochen worden sei auch, dass der Goethe-Parkplatz nicht zum bald zu realisierenden Teil der Planungen gehöre. An diesen Beratungen hätten neben der Verwaltung auch alle vier Vertreter der Fraktionen teilgenommen. Das ausführliche Protokoll dieses Treffens sei an die vier Politiker am 13. September versandt worden.

Sogar bei der abschließenden Preisgerichtssitzung am 15. November sei noch einmal deutlich darauf hingewiesen worden, dass es zunächst um den Realisierungsbereich gehe. Eissing: „Ich war sehr überrascht, dass diese am 4. September beschlossenen gravierenden Änderungen offensichtlich nicht weitergetragen wurden.“ Eissing hatte auch die Informationssitzung am Dienstag Abend geleitet.

Von Volker Heyn

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