Super-Nachbar gesucht

Gleich eine ganze Straße voller Super-Nachbarn

Auch wenn ein Wochenende schnell mal verplant ist, kamen vier Parteien am Samstag zu einer kleinen Nachbarschaftsfeier vorbei, bei der die Familie Vaupel (vorne rechts Mareike Vaupel) als Super-Nachbar ausgezeichnet wurde. Eike Schmale (links) hatte seine direkten Nachbarn zusammen mit seiner Frau Britta nominiert.
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Auch wenn ein Wochenende schnell mal verplant ist, kamen vier Parteien am Samstag zu einer kleinen Nachbarschaftsfeier vorbei, bei der die Familie Vaupel (vorne rechts Mareike Vaupel) als Super-Nachbar ausgezeichnet wurde. Eike Schmale (links) hatte seine direkten Nachbarn zusammen mit seiner Frau Britta nominiert.

Eine schwere Entscheidung für Eike Schmale: Welchen der Nachbarn aus der Straße Am Paulstück sollte er für die Aktion „Super-Nachbar“ nominieren? Immerhin verbringen die Familien, die dort wohnen, viel Freizeit miteinander und haben dabei oft eine Menge Spaß. Er entschied sich am Ende für besonders enge Freunde.

Werdohl - „Eigentlich suchen wir immer einen Grund, um zusammen zu sein”, sagt Britta Schmale, die mit ihrem Mann Eike die Familie Vaupel nebenan zum Super-Nachbarn nominiert hat. Da fiel es auch nicht schwer, die Gewinnübergabe in einer Feier zu verstecken. Eingeladen wurde ganz unauffällig zum zweiten Geburtstag von Hund Tiffy. So etwas ist hier nicht unüblich. Und so konnten die Vaupels perfekt überrascht werden.

Am Paulstück geht es von der Werdohler Innenstadt einige Straßen hoch in Richtung Neuenrade. Die Nachbarschaft ist ruhig gelegen. Der Wald ist nur wenige Meter entfernt. Am diesem Samstag ist leise Musik zu hören. Auf einem Fernseher in einer Garage läuft Fußball. Kinder fahren mit Bobbycars über die Einfahrt der Familie Schmale. Gerade wird der Grill vorbereitet, der geschützt unter einem Carport steht. Die Stimmung ist wie immer prächtig, wenn die Nachbarn hier an den Stehtischen zusammenkommen. Und am Abend wird auch gerne mal die gemütliche Feuerstelle genutzt, damit es richtig schön warm wird.

Jeder Nachbar wäre ein Super-Nachbar

„Als wir vor fünf oder sechs Jahren hierher gezogen sind, wurden wir von Beginn an super aufgenommen“, sagt Eike Schmale, der sich über die tolle Gemeinschaft am Paulstück freut. Sie hätten jeden ihrer Nachbarn als Super-Nachbarn nominiert, wäre das möglich gewesen. Die Familie Vaupel wohne am nächsten dran. Aber nicht nur deshalb fiel die schwierige Wahl letztlich auf die Vaupels. Denn hier ist die Freundschaft ganz besonders eng: Holger Vaupel ist auch der Patenonkel von Tochter Kalotta Schmale.

In den vergangenen Corona-Monaten sind alle noch näher zusammengerückt. „Es war schön, dass wir mit unseren Nachbarn noch andere Menschen gesehen haben neben der eigenen Familie”, sagt Britta Schmale.

Um die Hecke zwischen den beiden Grundstücken haben sie ein Podest gebaut, auf das die Kinder steigen und sich unterhalten können. Alternativ kann das Ganze auch als Stehtisch genutzt werden. Das war gerade am Anfang der Pandemie super, als es noch kaum Lockerungen gab. Die beiden Parteien konnten sich draußen treffen und den Abstand prima einhalten. „Wir haben Flaschen und Gläser dann mit Namen beschriftet“, erklären die Familien, dass sie natürlich auch auf die Hygieneregeln geachtet haben.

Regelmäßig gemütliche Treffen

Die Gemeinschaft unter den ganzen Nachbarn in der Straße Am Paulstück ist sehr gut. Das ist sofort zu merken. Alle verstehen sich bestens. Das gilt für die Kinder genauso wie für die Erwachsenen. Regelmäßig kommen die Bewohner für einen gemütlichen Nachmittag oder Abend zusammen. 20 bis 30 Personen sind dann schnell dabei. Alle sind sich einig: „Hier ist immer was los!“

Am Abend vor jedem runden Geburtstag wird die Straße passend geschmückt – und am nächsten Tag, wenn es so weit ist, natürlich auf den feierlichen Anlass angestoßen. Bei Europa- oder Weltmeisterschaften im Fußball gibt es Rudelgucken mit allem, was dazugehört. „Dafür wird dann auch eine Garage aufgeräumt.“

Ein Highlight im Jahr ist auch, wenn nach Totensonntag endlich die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet werden kann. „Dann sind alle immer ganz gespannt, wie die anderen ihre Fenster zur Weihnachten geschmückt haben“, sagt Eike Schmale, wie es dann von Haus zu Haus geht.

Und Hund Tiffy, der ja am Samstag seinen Geburtstag gefeiert hat? Der war von dem Besuch wenig beeindruckt, lag entspannt auf der Wiese. Bei dem Gruppenfoto um die Feuerstelle durfte er natürlich nicht fehlen, wurde schnell dazugeholt – und schaute freundlich in die Kamera.

Und klar: Die Veltins-Pülleken, die die neuen Super-Nachbarn Vaupel vom Süderländer Volksfreund bekommen haben, wurden sofort mit der Nachbarschaft geteilt. Auf noch viele weitere dieser schönen Momente!

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