Woge schaltet um auf digital: Was bedeutet das für die Mieter?

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Woge-Geschäftsführer Ingo Wöste: "Wir müssen  langfristig denken und unsere Häuser interaktiv machen."

Werdohl - Die Wohnungsgesellschaft Werdohl hat in den vergangenen Monaten ihre rund 1400 Wohnungen in Werdohl und Neuenrade an ein leistungsstarkes Glasfasernetz anbinden lassen. Der kommende Montag ist nun für die Mieter der Tag der Wahrheit.

Im Herbst hatte die Woge zusammen mit dem Netzbetreiber Unitymedia damit begonnen, die Wohnungen von Werdohls größtem Vermieter an das Glasfasernetz anzuschließen. Damit können die Mieter demnächst über einen Kabelanschluss fernsehen, telefonieren und im Internet surfen. Einen sechsstelligen Betrag habe dafür allein die Woge investiert, die die Erdarbeiten bezahlt habe, sagte Woge-Geschäftsführer Ingo Wöste. Doch warum macht die Woge das? Und wie geht es jetzt weiter? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Warum investiert die Woge viel Geld in die Netzmodernisierung?

„Als Woge müssen wir langfristig denken und unsere Häuser interaktiv machen“, erklärt Wöste. Ziel sei es, die Wohnungen auf die digitale Zukunft vorzubereiten. In Zukunft werde es zum Beispiel Telemedizin und vielleicht Pflegeroboter geben, die auf schnelle Internetverbindungen angewiesen seien, gibt Wöste zu bedenken. In naher Zukunft werde man das Fernsehprogramm aus dem Internet bekommen. Dass sich die Woge mit der Netzmodernisierung auch einen Vorteil gegenüber anderen Wettbewerbern am Wohnungsmarkt verschaffen will, verschweigt Wöste auch nicht.

Welche Vorteile bietet das Glasfasernetz?

Woge-Mieter können über die Glasfaserkabel, die bis in die Wohnungen verlegt werden, ohne Tempolimit im Internet surfen und kommen in den Genuss eines umfangreichen Fernsehprogramms in hoher Bildqualität. Das Angebot umfasst neben rund 100 digitalen Fernsehprogrammen auch viele öffentlich-rechtliche Sender und einige private Sender in HD-Qualität.

Wann wird umgestellt?

Das Fernseh- und Hörfunksignal soll am Montag, 28. Januar, umgestellt werden. Dann werden alle Antennensteckdosen in den Wohnungen mit einem digitalen Signal von Unitymedia versorgt. In ein bis zwei Stunden soll alles erledigt sein. Die Netzmodernisierung erfolgt als letzter Schritt etwas später. Dafür müssen Techniker der ausführenden Firma in den Wohnungen Zugang zu den Anschlussdosen haben. Die genauen Termine werden etwa zwei Wochen vorab per Aushang im Haus mitgeteilt.

Was ändert sich durch die Umstellung?

Weil das Breitbandkabelnetz voll digitalisiert ist, werden darüber keine analogen Programme mehr ausgestrahlt. Zum Empfang des digitalen Signals benötigt man ein Fernsehgerät mit Kabeltuner (DVB-C). Durch den Wechsel werden sich die Senderplätze verändern. Darum müssen die Mieter einen manuellen Sendersuchlauf starten. Bei modernen TV-Geräten erfolgt die Aktualisierung meistens automatisch. „Wenn die Installation in der Wohnung schon abgeschlossen sind und der Fernseher mit der neuen Unity-Anschlussdose verbinden ist, braucht man auch keinen Sendersuchlauf durchzuführen“, sagt Wöste. Hier gibt es eine Senderliste mit den vorsortierten Programmplätzen.

Wer hilft, wenn etwas nicht funktioniert?

Wöste ist sicher, dass die Woge alles unternommen hat, damit der Wechsel reibungslos klappt. Pannen schließt er aber trotzdem nicht ganz aus. „Wer noch einen analogen Fernseher hat, muss sich dringend etwas überlegen, sonst bleibt am Montag der Bildschirm schwarz“, sagt er. Abhilfe schaffe dann eine digitale Empfangsbox, die die Woge ihren Mietern kostenlos zur Verfügung stellt. Auch bei anderen Problemen rund um den neuen Glasfaseranschluss hilft die Woge weiter (Tel. 0 23 92/50 71 00). Der technische Service von Unitymedia ist rund um die Uhr unter Tel. 0 2 21/46 61 91 00 und im Internet unter www.unitymedia.de/stoerung erreichbar.

Welche Kosten kommen auf die Mieter zu?

„Für die Mieter wird es nicht teurer als bisher“, sagt Wöste klipp und klar. Trotzdem könnten auf den einen oder anderen zusätzliche Kosten zukommen. Wer eine digitale Empfangsbox benötigt, bekommt die zwar kostenlos. Wer bei der Installation der Box jedoch Hilfe braucht, muss die bezahlen: Zum Festpreis von 49,99 Euro kommt ein Techniker ins Haus und erledigt das. Auch allen, die Hilfe beim Sendersuchlauf benötigen, wird geholfen. Dafür werden dann 25 Euro fällig.

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