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Glasfaserausbau in Werdohl: Arbeiten beginnen

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Von: Markus Wilczek

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Freuen sich über den Start des Glasfaser-Ausbaus in Werdohl: (von links) Ralf Engstfeld (Regionalmanager der Deutschen Telekom), Landrat Marco Voge, Bürgermeister Andreas Späinghaus, Kreis-Gigabitkoordinator Matthias Pohl und Bauleiter Christian Mewes.
Freuen sich über den Start des Glasfaser-Ausbaus in Werdohl: (von links) Ralf Engstfeld (Regionalmanager der Deutschen Telekom), Landrat Marco Voge, Bürgermeister Andreas Späinghaus, Kreis-Gigabitkoordinator Matthias Pohl und Bauleiter Christian Mewes. © Vorsmann/Märkischer Kreis

Die Planungen für schnelles Internet in Werdohl sind abgeschlossen, jetzt wird gebaut: Der geförderte Glasfaserausbau erfolgt in zwei Bauabschnitten und soll bis Juni 2023 beendet sein.

Gearbeitet wird in diesem Zeitraum in Dresel, Düsternsiepen, Espenhagen, Eveking, Borbecke, Osmecke, Kettling, Rotenhohl, Kleinhammer und Pungelscheid. Beim Breitbandausbau profitiert der Märkische Kreis von diversen Förderprojekten des Bundes sowie des Landes. Beim Glasfaserausbau in den Wohngebieten ist das Interesse der Eigentümer sehr hoch, kostenlos einen Glasfaseranschluss bis ins Haus gelegt zu bekommen (Fibre-to-the-home-Technik). Die Rückmeldequote in Werdohl liegt bei knapp 89 Prozent. Die Zahl gibt an, wie viele der kontaktierten Eigentümer sich für einen vollständig geförderten Glasfaseranschluss entschieden haben.

Kreisweit liegt die Rückmeldequote mit knapp 93 Prozent sogar noch etwas höher. So gibt es zum Beispiel in Schalksmühle (95,74 Prozent), Balve (95,06 Prozent), Meinerzhagen (94,51 Prozent), Kierspe (94,26 Prozent) und Plettenberg (94,25 Prozent) sehr hohe Quoten. „Das zeigt, dass das mit insgesamt 60,45 Millionen Euro geförderte Projekt von den Bürgern außerordentlich gut angenommen wird. Die Fördermittel kommen so ganz konkret bei den Menschen an“, sagt Landrat Marco Voge. Matthias Pohl, Gigabitkoordinator des Kreises, ergänzt: „Aktuell sind kreisweit schon 3 302 Anschlüsse buchbar.“ Denn in Rosmart und in vielen Ortsteilen von Schalksmühle ist der Ausbau bereits abgeschlossen.

Schnelles Internet für rund 900 Adressen

In Werdohl profitieren von diesem geförderten Ausbau rund 900 Adressen. Das neue Netz ermöglicht Bandbreiten bis zu einem Gigabit pro Sekunde (Gbit/s). „Es ist so leistungsstark, dass Arbeiten und Lernen von Zuhause aus, Video-Konferenzen, Surfen und Streamen gleichzeitig möglich sind“, berichtet Matthias Pohl. Die Deutsche Telekom wird mehr als 35 Kilometer Tiefbauarbeiten durchführen und 40 neue Netzverteiler aufstellen. Um möglichst viele der Werdohler, die in dem Fördergebiet wohnen, zu erreichen, hatte das Unternehmen in den vergangenen Tagen unter anderem mit einem Infotruck auf dem Brüninghaus-Platz vor dem ehemaligen WK Warenhaus für das Projekt geworben.

„Der Glasfaserausbau ist nicht nur die Basis dafür, dass die Menschen digital arbeiten können, sondern auch ein wichtiger Standortfaktor. Im gesamten Märkischen Kreis kommen wir beim Breitbandausbau gut voran. Mit dem Start der Bauarbeiten für den 3. Call geht es mit schnellem Internet auch für die Bürgerinnen und Bürger in Werdohl weiter. Das ist eine gute Nachricht. Auch bei weiteren Ausbauschritten und Förderprogrammen bleiben wir am Ball“, sagt Landrat Marco Voge (CDU). Im gesamten Märkischen Kreis sind nach Abschluss des geförderten Projektes (3. Call) etwa 24 000 Adressen mit rund 44 650 Haushalten an das schnelle Internet angeschlossen.

Ausbau soll schnell vorangetrieben werden

Werdohls Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) freut sich ebenfalls über den Start der Bauarbeiten in seiner Kommune: „Wir sind froh, diese Ortsteile nun mit Glasfaser ausgebaut zu bekommen.“ Ralf Engstfeld, Regionalmanager der Deutschen Telekom, kündigte an, den Ausbau schnell voran treiben zu wollen. „Die Beeinträchtigungen für die Anwohner halten wir so gering wie möglich.“

Generell wird der geförderte Glasfaserausbau (Bundesförderprogramm 3. Call) zu 50 Prozent vom Bund, zu 40 Prozent vom Land und zu zehn Prozent mit Eigenanteilen der Kommunen finanziert. Kreis-Gigabitkoordinator Matthias Pohl: „Bei Kommunen, die sich in der Haushaltssicherung befinden, übernimmt das Land den Eigenanteil.“

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