Gitarrenklassen eröffnen Sommer

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Daniel Garcia Mezida entführte mit „Fantasia Malaguenas“ das Publikum nach Spanien.

WERDOHL - Mit einem Konzert der Gitarrenklassen, so Musikschulleiter Martin Theile, leite sich die „sommerliche Woche der Musik“ ein. Womöglich hatte das Lampenfieber zugeschlagen: Von den 19 auf dem Programm vermerkten Einzelkünstlern und Gruppen traten am Ende zwölf an.

Den Anfang machte Sebastién Kaemper, der gemeinsam mit Kursusleiter Gunter Binder die Gerald-Schwertberger-Komposition „Malaguena“ spielte, bei der nicht nur der Titel spanisch anmutete. Kaemper bewies damit, dass er auf dem Weg zu einem Paco de Lucia ist.

„Old MacDonald had a Farm“ folgte. Gleich zwei Gruppen spielten dieses Traditional. Zu den beiden Schülerzusammenstellungen gehörten Sanja Krupic, Diana Maria Ries, Amelie Sommer und Jannis Vollmecke. Eine Formation spielte mit dem zweiten Gitarrenkursus-Leiter Dimitri Dolgalov.

Linus Galla interpretierte „Herrn Pastor sin Kauh“, Evren Toraman „Greensleeves“. Es folgte Daniel Lichtner mit dem „sehr schwierigen Stück“, so Musikschullehrer Dolgalov, „La Cucaracha“. Der Applaus des zahlreich vertretenen Publikums wurde von Stück zu Stück lauter und begeisterter.

Lehrer Binder erklärte: „Jetzt kommen Schüler, die bereits mehrstimmig spielen können.“ Julian Ernst, Abinash Selvarajah und Ben Sleijfir spielten „Primera“ und „Montels de Toledo“. Letzteres hatte ihr Lehrer selbst geschrieben, ebenso wie das Werk „Schneeglöckchenwalzer“, welches dann Tim Grote darbot.

Drei Einzelinterpreten – ohne Lehrerbegleitung – folgten: Julian Kühn präsentierte mit „Chanson Chaussure“ eine leise französische Melancholie, die er wahrlich zelebrierte. Die Zuhörer waren mucksmäuschenstill.

Ebenso gebannt lauschten sie dann Daniel Garcia Mezida, der mit der „Fantasia Malaguenas“ erneut nach Spanien entführte – inklusive dem typischen Daumenklopfen auf dem Gitarrenkorpus. Peng Cheng Zhou meisterte dann das anspruchsvolle „Milonga“.

Ann-Kathrin und Jan-Uwe Fittkau zeigten dann bei „Avenida do Brasil“ und „Fair Inishmore“, wie Geschwister miteinander harmonieren können.

Zum Schluss spielte das Gitarren-Ensemble der Musikschule Lennetal, welches erst seit Februar existiert. Drei Ensemble-Mitglieder boten die Stücke „Taconeado“ und „Calypso“. Das Ensemble sucht noch weitere Mitstreiter. Jeder, der mindestens drei Jahre auf den Saiten spielt, ist eingeladen, mitzutun.

Von Michael Koll

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