SPD-Antrag findet keine Zustimmung

Gezerre um Werbung an Werdohls Ortseingängen

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Dirk Middendorf, CDU-Ratsherr und zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Stadtmarketings, sieht Probleme mit Eingangspforten, an denen für Werdohler Veranstaltungen geworben werden könnte.

Werdohl - Zu einem regelrechten Gezerre um 20.000 Euro Haushaltsmittel für die Ausgestaltung von Eingangspforten kam es in der letzten Ratssitzung des Jahres.

Der CDU-Ratsherr Dirk Middendorf berichtete als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Stadtmarketing-Gesellschaft, dass das SPD-Anliegen dort besprochen worden sei. Das Stadtmarketing begrüße selbstverständlich jede Form von Werbung für die Stadt.

Man sehe aber die Problematik, dass es nicht nur eine einzige zentrale Eingangspforte nach Werdohl gebe. Deshalb soll auf die angedachten Banner verzichtet werden, zumal die Kostenübernahme für das Auf- und Abhängen nicht geklärt sei.

Falls der Rat sich aber dennoch dafür entscheide, werde man sich der Aufgabe nicht verschließen, aber eine eindeutige Meinung dazu herrsche nicht vor.

Wilhelm Jansen von der SPD-Fraktion formulierte den Antrag auf die Gestaltung solcher Eingangspforten um und verlangte, den Sperrvermerk für die Mittel im Haushalt aufzuheben und das Geld dem Stadtmarketing zu überlassen. Marketing-Mitarbeiter Claas Marienhagen habe gute Ideen, der werde daraus etwas machen.

Jürgen Henke von der SPD bekräftigte die Worte seines Fraktionschefs: „Das wird zur Belebung unserer Stadt beitragen.“

Damit war die CDU-Fraktion nicht einverstanden, deren Vorsitzender Stefan Ohrmann fragte an: „Der Rat hat doch schon gegen die Eingangspforten gestimmt. Jetzt soll das Stadtmarketing einfach so das Geld bekommen? Für was?“

FDP-Sprecher Alexander Lilienbeck brachte es auf den Punkt: „Auf die Schnelle, in quasi letzter Minute in diesem Jahr, soll das Stadtmarketing 20.000 Euro bekommen? Das ist eine schlechte Idee!“

Weil der parteilose Ratsherr Volker Oßenberg einen Antrag zur Geschäftsordnung auf Beendigung der Debatte gestellt hatte, war die Diskussion plötzlich vorbei. Der Sperrvermerk wurde deshalb nicht aufgehoben.

Jürgen Henke wollte noch das letzte Wort haben: „Da ist eine große Chance für Werdohl vertan."

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