Firma Gerhardi plant Ende 2019 mit Produktionsstart

Gewerbegebiet Rosmart: Zwei Neubauten wachsen rasant

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Der Neubau von Gerhardi auf Rosmart soll schon Ende des Jahres in Betrieb genommen werden. Der Kunststoffspezialist hat 60 000 Quadratmeter gekauft, die Firmenzentrale steht bereits im Hintergrund. Auch das planierte Gelände vorn im Bild wird noch von Gerhardi bebaut.

Werdohl - Der Neubau der Firma Gerhardi auf Rosmart wächst rasant. Erst vor Wochen wurden die mächtigen Betonpfeiler gesetzt, mittlerweile ist schon das Dach aufgesetzt und der Baukörper geschlossen.

Vor dem Neubau ist ein kleines Dorf entstanden, in dem die Handwerker der verschiedenen Gewerke ihre Stützpunkte haben. Die Schlange an Fahrzeugen, die am Bau beteiligt sind, reicht bis hoch zur Kletterhalle. 

Die Topographie des Geländes ist für die Planer sehr anspruchsvoll, sie schluckt aber den mächtigen Baukörper im Tal. Tritt man nahe heran, stellt sich das Gebäude als riesiger Koloss dar. 

Von der benachbarten Katharinenstraße aus gesehen passt sich das Gebäude allerdings gut in die Landschaft ein – allen Kritikern der Landschaftszerstörung zum Trotz. 

Die Bauarbeiten laufen mit maximaler Geschwindigkeit: Fertigstellung und Produktionsstart sind für Ende 2019 geplant. 

Beeindruckende Zahlen

Die Zahlen für den Gerhardi-Komplex sprechen für sich: Auf dem 60 000 Quadratmeter großen Grundstück entsteht eine Nutzfläche von rund 20 600 Quadratmetern, davon sind 1665 Quadratmeter als Lager- und 1700 Quadratmeter als Bürofläche vorgesehen. 

Die Arbeiten lägen gut im Zeitplan, sagte Silke Mikler-Fahl von Mikler Architektur und Planung noch vor kurzer Zeit. 

Das Lüdenscheider Traditionsunternehmen Gerhardi Kunststofftechnik investiert in seinen neuen Standort Rosmart einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Die stets sehr verschlossen agierende Firmenleitung kam in Not, nachdem die Galvanik in Dresel am 3. November 2017 vollständig abgebrannt war. 

Zunehmender Kostendruck am Lüdenscheider Standort an der Loher Straße sei hinzugekommen, so dass sich die Firmenleitung für einen kompletten Werksneubau entschied. Damit, so das Unternehmen, sichere man langfristig etwa 450 Arbeitsplätze im Märkischen Kreis. 

Auch bei ipf geht es schnell voran

Beim Bau der neuen Firmenzentrale der Lüdenscheider „ipf electronic GmbH“ ganz in der Nähe von Gerhardi geht es ähnlich beeindruckend schnell voran. Die Dimensionen sind dort andere: Vor Jahren hatte das Unternehmen zwei Grundstücke mit einer Größe von etwa 15 000 Quadratmetern erworben, um alle knapp 100 Mitarbeiter, die derzeit auf vier Standorte verteilt sind, an einem Firmensitz zusammen zu führen. 

Von der Ende März fertig erschlossenen Katharinenstraße aus gesehen liegt der ipf-Neubau lang gestreckt an der Rosmarter Allee und passt sich der Geländelinie an. Links die aus dieser Perspektive klein wirkende Kletterwelt Sauerland.

In den kommenden Monaten soll auf dem Grundstück an der Rosmarter Allee die neue Firmenzentrale des Spezialisten für Sensoren mit einer Nutzfläche von etwa 6000 Quadratmetern auf zwei Etagen entstehen, in denen unter anderem Büros und Schulungsräume, die Fertigung, ein Zentrallager, eine Packstraße sowie Prüf- und Entwicklungslabore Platz finden werden. 

Erweiterung ist möglich

Bei der Planung des Neubaus sei zudem langfristig gedacht worden, denn das Grundstück ermögliche bei Bedarf eine Erweiterung des Gebäudes an zwei Seiten. 

ipf-Geschäftsführer Dirk Neuhaus: „Der neue Unternehmensstandort ist damit auf Jahrzehnte gesichert, wobei auch die ökologischen Aspekte nicht zu kurz kommen“, verweist er auf eine Photovoltaik-Anlage sowie Ladestationen für Elektroautos auf dem Firmenparkplatz. 

Bereits im Herbst soll der Rohbau fertig sein, sodass anschließend der Innenausbau folgen kann. Mit dem Umzug soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2019 begonnen werden, hoffen die Verantwortlichen.

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