Getötete Kinder stammten von der Königsburg

Der tödliche Unfall der 28-Jährigen auf der Königsburg erschütterte im August 2009 viele Anwohner und Verwandte.

WERDOHL/DORTMUND ▪ Die Familie der getöteten drei Kinder in Dortmund hat bis vor ein paar Jahren in Werdohl gelebt. Die Kinder waren am Freitag bei einem Wohnungsbrand in Dortmund entdeckt worden – laut Obduktion waren sie einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen.

Die Polizei erließ Haftbefehl gegen die Freundin des Vaters wegen Mordes und besonders schwerer Brandstiftung. Die Kinder lebten mit dem Vater zusammen, weil die Mutter im August 2009 bei einem tragischen Unfall in Werdohl ums Leben gekommen war.

Sie hatte sich damals ausgesperrt und versucht, über ein Seil aus einer Nachbarwohnung wieder in die Wohnung im vierten Stock zu kommen, weil dort ihr einjähriger Sohn unbeaufsichtigt war. Das Seil war gerissen und die Mutter war durch den Sturz aus dem fünften Stock gestorben.

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Mordverdacht erhärtet sich

Der Tod der damals 28-Jährigen an der Carl-Diem-Straße hatte Oberstaatswanwalt Rahmer als „reine Tragödie“ bezeichnet, zumal Verwandte auch einen Schlüssel zu der Wohnung besaßen oder für die Verunglückte auch andere Möglichkeiten bestanden hätten, in die Wohnung zu gelangen. Der 79-jährige Mann, von dem die Verunglückte das Seil damals erhalten hatte, war „völlig konsterniert“, so der Oberstaatsanwalt. Und auch sein Nachbar, über dessen Balkon die Frau kletterte, war „fassungslos“. Er habe die dreifache Mutter noch an ihrem Vorhaben hindern wollen, habe aber nicht mehr eingreifen können. Das Seil, das „noch dünner als ein Finger“ war, ist nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft gerissen, „weil es für diese Last nicht ausgerichtet gewesen“ sei. Die Frau war aus etwa 15 Metern Höhe auf die Straße gestürzt.

Die Tragödie hatte damals viele Werdohler erschüttert. Zahlreiche Verwandte der Frau und Menschen, die ihr nahe standen, erlitten einen Nervenzusammenbruch oder einen Schock.

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