"Großes Pech"

Geteilte Weihnachtsmarkt-Bilanz: Samstag voll, Sonntag trostlos

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Am Samstagabend herrschte weihnachtliche Atmosphäre auf dem Platz.l

Werdohl - Ein trauriges Bild in der Werdohler Innenstadt: Während der Weihnachtsmarkt am Samstag gut besucht war, verirrten sich am Sonntag nur wenige Menschen auf den Brüninghaus-Platz. „Es ist trostlos“, stellten einige der Besucher und Standbetreiber resigniert fest.

Dementsprechend zieht auch Swantje Midderhoff vom Stadtmarketing eine geteilte Bilanz. „Mit dem Samstag können wir wirklich sehr zufrieden sein. Es war deutlich mehr los als im vergangenen Jahr. Insbesondere in den Abendstunden war es richtig voll“, stellt sie fest. 

Auch die Atmosphäre auf dem Platz („wir haben mit der Beleuchtung gespielt“) war in der Dunkelheit stimmig. Zu diesem Zeitpunkt spielte es auch keine Rolle, dass die Weihnachtsbäume, die das Stadtmarketing zur Dekoration der Städte bestellt hatte, aus Krankheitsgründen nicht pünktlich geliefert, aufgebaut und dekoriert werden konnten. 

Ganz anders war es am Sonntag: Die Standbetreiber warteten vergeblich auf den Besucherandrang. Und nachdem die vereinzelten Schneeflocken in Nieselregen übergegangen waren, kippte auch das letzte bisschen Adventsstimmung. „Wir hatten großes Pech“, resümiert Midderhoff. Zudem hätte die Absage des verkaufsoffenen Sonntags der Veranstaltung im Wege gestanden. „Im Vorfeld hat man sich zu sehr auf die Absage konzentriert – und nicht darauf, dass der Weihnachtsmarkt am Sonntag geöffnet ist.“ 

"Ideen gibt es viele"

Ziel müsse es sein, den Weihnachtsmarkt künftig so attraktiv zu präsentieren, dass er generell auch ohne geöffnete Geschäfte Besucher anziehe. „Ideen gibt es viele“, stellte Swantje Midderhoff fest. Jedoch könnten aus finanziellen Gründen viele der guten Einfälle nicht umgesetzt werden. „Wir werden selbstverständlich aber noch darüber nachdenken, was wir für das kommende Jahr vielleicht verbessern können.“ 

Der Werdohler Weihnachtsmarkt

Standbetreiberin Heike Guntermann sagte im Gespräch mit der Redaktion: „Wir Standbetreiber haben uns Mühe gegeben, das Beste aus dem Markt zu machen. Und wer da war, dem hat es auch gefallen.“ Allerdings sieht sie Verbesserungsbedarf: „Grundsätzlich müsste ein Konzept her, damit die Menschen vom Weihnachtsmarkt angezogen werden.“

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